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Leben ist mehr als das 1:0 im Fußball! (Kommentar)

("Adventisten heute"-Aktuell, 8.6.2012) Nur noch wenige Tage, dann steht nicht nur in Deutschland ein Regierungswechsel an: Mit dem Start der Fußball-Europameisterschaft (EM) übernimmt "König Fußball" das Zepter. Seine Regentschaft ist geprägt von schwarz-rot-goldenen Fahnen, mitfiebernden Fans vor den Bildschirmen, fröhlichen Grillpartys, überfüllten Fanmeilen und wildem Gehupe in den Autokorsos.

Wenige werden jubeln, viele werden trauern

Doch Fußball ist nicht nur zur Europameisterschaft ein Massenphänomen: Er ist ein "Mythos" und für manche leider sogar eine "Ersatzreligion". Sportforscher sehen die Turniere als "quasireligiöse Feste". Die ganze Gesellschaft hat Teil an dieser sozial schrankenlosen Feier, die als willkommener Ausnahmezustand oder sogar Gegenwelt zur alltäglichen Routine empfunden wird. Auch Kirchengemeinden folgen dem Trend zur "Festivalisierung der postmodernen Alltagskultur" mit kollektiv geteilten Emotionen. Sie eröffnen EM-Gärten, in denen die Spiele auf Großleinwand gezeigt werden unter dem Motto "Stadionatmosphäre rund um den Kirchturm". Doch der "Gott", zu dessen "Ehren" dieses Sportfest abgehalten wird, ist das eigene Ich, das massenhaft gefeiert wird. Dabei geht es immer nur ums Gewinnen: Am 1. Juli wird ein Team Europameister sein - alle anderen sind Verlierer. Wenige jubeln, viele trauern.

Gott liebt uns beim Sieg und in der Niederlage

Doch dieser Titel ist nur eine Momentaufnahme mit einer Haltbarkeitsdauer von 4 Jahren - dann kommt die nächste EM. Bei Gott ist das ganz anders. Mit ihm müssen wir nicht ständig Höchstleistungen hinterherjagen. Wir sollen uns anstrengen - aber nicht um jeden Preis! Denn die wirkliche Siegprämie werden wir auf Erden sowieso nicht empfangen. Im Stadion erhält nur eine Mannschaft die Trophäe - aber in der Arena des Lebens sollen alle Menschen als Sieger auf dem Podest stehen. Jeder, der das Ziel des christlichen Glaubens erreicht, gewinnt! Dieser Pokal wird im Himmel überreicht. Es gibt keinen viel zitierten "Fußballgott", aber einen Schöpfergott: einen himmlischen Vater, der die Menschen bedingungs- und grenzenlos liebt, in Sieg und Niederlage. Im Leben geht es um mehr als ein 1:0!

Menschen brauchen Jesus, keine "Glücksbringer"

Manche gläubigen Fußballer oder Trainer unterschiedlicher Religionen beten vor einem Spiel zu ihrem Gott. Viele Kicker sind hingegen abergläubisch und vertrauen auf spezielle Rituale oder Glücksbringer. In der "Bild"-Zeitung war kürzlich von "Tor-Geballer dank Shamballa" bei der Nationalmannschaft zu lesen: Diese "Glücksarmbänder" sollen "Schutz und Energie" verleihen. Dabei geht es wohl weniger um Esoterik als um identitätsstiftende Symbolik zur Förderung des Teamgeistes. Auch einem Trainer des FC Bayern München konnten die von ihm - für den "Energiefluss" - auf dem Vereinsgelände aufgestellten Buddha-Statuen nicht helfen: Einige Monate nach seinem Amtsantritt waren die Buddhas wieder weg - und der Trainer auch.
Der Zeitgeist kommt und geht, aber Jesus Christus regiert in Ewigkeit! Das Vertrauen auf ihn wird uns halten und weiterbringen - beim Fußball und im "normalen Leben". (idea)

Der Autor, Mike Meurer (Idstein/Taunus), ist Bundesgeschäftsführer des Bundes Deutscher Fußball-Lehrer e. V. in Frankfurt am Main.

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