Bestellhotline: 0800 2383680 (kostenlos innerhalb D)
Literatur für ein Leben mit Zukunft
Kauf auf Rechnung möglich | versandkostenfrei ab 50 € (innerhalb D)

Interesse an Gastaufenthalten in Klöstern steigt

Auch viele Protestanten suchen in Klöstern Einkehr und Stille. Auch im Kloster Maulbronn ist dies möglich. (Foto: angieconscious/ pixelio.de)

Das Interesse an Gastaufenthalten in katholischen Klöstern steigt. Auch viele Protestanten nehmen die Angebote in Anspruch. Das hat eine Umfrage der Deutschen Ordensobernkonferenz (DOK/Bonn) ergeben. Obwohl die Zahl der Klöster, die solche Aufenthalte anbieten, in den vergangenen fünf Jahren um etwa elf Prozent abgenommen habe, sei die Zahl der Gäste pro Kloster im gleichen Zeitraum um durchschnittlich 20 Prozent gestiegen, teilte die DOK mit. So hätten 2018 allein 74 Klöster etwa 230.000 Gäste beherbergt, darunter 63.000 Personen anderer Konfessionen, vor allem Protestanten. Laut der Umfrage schätzen über 75 Prozent dieser Klöster die Zahl der Übernachtungsgäste als unverändert oder steigend ein. Diese suchten vor allem Erholung (55 Prozent), geistliche Erfahrungen oder kämen aus sonstigen Gründen (jeweils etwa 20 Prozent). Die Deutsche Ordensobernkonferenz vertritt die Interessen der Ordensgemeinschaften in Deutschland mit rund 14.250 Ordensfrauen und 3.500 Ordensmännern, die in knapp 1.600 klösterlichen Niederlassungen leben.

Auch evangelische Kommunitäten bieten „Kloster auf Zeit“ an

Auch geistliche Gemeinschaften innerhalb der evangelischen Kirchen bieten in Gästehäusern Aufenthalte unter dem Motto „Kloster auf Zeit“ an. Übernachtungszahlen kann die Konferenz evangelischer Kommunitäten aber nicht nennen. In ihr sind 25 Gemeinschaften im deutschsprachigen Raum zusammengeschlossen, die ordensähnlich strukturiert sind und deren Mitglieder ehelos leben. Dazu gehört die Communität Christusbruderschaft Selbitz (Oberfranken). Schwester Mirjam Zahn leitet deren Gästehaus. Nach ihren Angaben liegt dort die Zahl der jährlichen Übernachtungen bei 10.000 bis 11.000. Manche Anfragen für 2020 habe man bereits ablehnen müssen. Besonders gefragt seien bei den Gästen die Teilnahme an den Gebetszeiten sowie Angebote der Stille und Einkehr, sagte Schwester Mirjam auf Anfrage der Evangelischen Nachrichtenagentur idea. Zu der Kommunität gehören 107 Schwestern und drei Brüder.


Passende Artikel
Kommentare

Die mit einem * markierten Felder sind Pflichtfelder.

Die Datenschutzhinweise habe ich zur Kenntnis genommen.