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UNESCO-Liste: Biblische Orte gehören zum Welterbe

("Adventisten heute"-Aktuell, 5.8.2016) Das Gebiet, in dem möglicherweise der in der Bibel beschriebene Garten Eden lag, ist UNESCO-Welterbe. Die Organisation der Vereinten Nationen hat das südirakische "Al-Ahwar"-Marschland bei ihrer Sitzung in Istanbul zusammen mit 20 weiteren Stätten in die Liste des Welterbes aufgenommen.

Der Landstrich zwischen Euphrat und Tigris beinhaltet einzigartige Sumpfregionen sowie Überreste sumerischer Städte wie Ur, in dem Abraham berufen wurde, und Uruk (in der Bibel Erech) aus dem vierten und dritten Jahrtausend vor Christus. Damit ist das Gebiet sowohl Natur- als auch Kulturerbe. "Möglicherweise lag das biblische Paradies in Ahwar", sagte der Dozent für Altes Testament an der Freien Theologischen Hochschule (FTH) Gießen, Walter Hilbrands, gegenüber der Evangelischen Nachrichtenagentur idea (Wetzlar).

Kirchen sind ein außergewöhnliches Zeugnis

Es gäbe zahlreiche Vermutungen, wo der Gottesgarten zu finden ist. Aufgrund der in der Bibel genannten Ströme Euphrat und Tigris sei vom fruchtbaren Zweistromland auszugehen. Seit 2013 ist das Marschland der erste Nationalpark des Irak. Im Golfkrieg Anfang der neunziger Jahre ließ Saddam Hussein das Gebiet größtenteils austrocknen, um Rebellen zu bekämpfen. Nach seinem Sturz 2003 wurde das Areal renaturiert, und die vertriebene Bevölkerungsgruppe der "Marsch-Araber" kehrte in ihre Heimatregion zurück.

Die UNESCO benannte ferner einen "zentralen Ort des christlichen Glaubens", die archäologische Stätte des antiken Philippi, zum Weltkulturerbe. Die Überreste der Kirchen sind nach Angaben der Organisation ein außergewöhnliches Zeugnis der ersten Gemeinden des Christentums. Die 356 vor Christus gegründete Festungsstadt im heutigen Nordosten Griechenlands besteht aus hellenistischen und römischen Bauwerken. Der Apostel Paulus besuchte sie 49 bis 50 nach Christus.

Insgesamt umfasst die Liste des Welterbes der UNESCO 1.025 Stätten in 165 Ländern. (idea)

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