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US-Kirchen können Mitgliedertrend nicht umkehren

("Adventisten heute"-Aktuell, 18.2.2011) Die Trends in der Mitgliederentwicklung der größten US-Kirchen setzen sich fort: Früher schon wachsende Kirchen legen erneut zu, schrumpfende verlieren weiter Mitglieder. Das geht aus dem jüngsten Jahrbuch der Kirchen und religiösen Sondergemeinschaften in Nordamerika hervor, das der Nationale Kirchenrat (New York) am 14. Februar veröffentlicht hat.

Zeugen Jehovas, Mormonen und Adventisten legen zu

Starke Zuwächse verzeichnen die religiösen Sondergemeinschaften: Die Zeugen Jehovas legten im vergangenen Jahr um knapp 4,4 Prozent auf annähernd 1,2 Millionen Mitglieder zu; die Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage (Mormonen) konnten ihre Zahl um 1,4 Prozent auf mehr als 6 Millionen steigern. Starkes Wachstum auch bei einer evangelischen Freikirche: Die Siebenten-Tags-Adventisten verzeichneten ein Plus von 4,3 Prozent und haben mehr als eine Million erwachsen getaufte Mitglieder in den USA. Die größte Kirche, die römisch-katholische, steigerte ihren Mitgliederstand um etwa 0,6 Prozent auf 68,5 Millionen. Ein ähnliches Wachstum verzeichneten mit 0,5 Prozent die pfingstkirchlichen Versammlungen Gottes (2,9 Millionen Mitglieder).

Vereinigte Kirche Christi schrumpft um 2,8 Prozent

Zum dritten Mal in Folge musste die früher stetig wachsende größte protestantische Kirche in den USA, der theologisch konservative Bund der Südlichen Baptisten, jährliche Verluste hinnehmen. Die Mitgliederzahl sank um 0,4 Prozent auf knapp 16,2 Millionen. Das stärkste Minus verbuchte die theologisch liberale Vereinigte Kirche Christi (UCC) mit einem Minus von 2,8 Prozent (knapp 1,1 Millionen Mitglieder). Sie steht in Kirchengemeinschaft mit der deutschen Union Evangelischer Kirchen (UEK), der 13 Landeskirchen angehören. Die reformierte Presbyterianische Kirche büßte 2,6 Prozent ein (2,8 Millionen Mitglieder), und die von einem heftigen Streit um Homosexualität betroffene anglikanische Episkopalkirche schrumpfte um fast 2,5 Prozent (2 Millionen Mitglieder).

Lutherische Kirchen verlieren Mitglieder

Die Evangelisch-Lutherische Kirche in Amerika hat jetzt noch 4,5 Millionen Mitglieder, 2 Prozent weniger als im Vorjahr. Ein Minus von einem Prozent verbuchte die theologisch konservative Lutherische Kirche - Missouri Synode (2,3 Millionen Mitglieder). Mit ihr steht die deutsche Selbständige Evangelisch-Lutherische Kirche in Kirchengemeinschaft. Ebenfalls um ein Prozent schrumpfte die Evangelisch-methodistische Kirche (7,8 Millionen Mitglieder).
In dem Jahrbuch werden 227 national vertretene Kirchen und Religionsgemeinschaften aufgeführt. Sie haben zusammen 145,8 Millionen Mitglieder, ein Minus von einem Prozent gegenüber dem Vorjahr. (idea)

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