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Theologe und Märtyrer Oskar Brüsewitz wäre 90 Jahre alt geworden

„Ich habe nicht viel Zeit; jedem, dem ich begegne, muss ich Christus bezeugen, damit mich keiner bei Gott verklagen kann, ich hätte es nicht gesagt.“ (Foto: Brigitte KReuzwirth/ pixelio.de)

Der evangelische Pfarrer Oskar Brüsewitz, der sich am 18. August 1976 aus Protest gegen die atheistische Kirchen- und Jugendpolitik der DDR öffentlich verbrannte, würde am 30. Mai seinen 90. Geburtstag feiern. Die Tat machte Brüsewitz zu einem Wegbereiter der Friedlichen Revolution. Bereits zuvor hatte der Pfarrer in seiner Dorfgemeinde in Rippicha (bei Zeitz) immer wieder mit spektakulären Aktionen gegen die atheistische Propaganda der SED sowie gegen eine Anpassungsstrategie der evangelischen Kirche in der DDR protestiert. So brachte er am Kirchturm ein weithin leuchtendes Neonkreuz an. Als die Partei 1975 die Parole ausgab „Ohne Gott und Sonnenschein fahren wir die Ernte ein“, konterte Brüsewitz mit der Losung „Ohne Regen, ohne Gott geht die ganze Welt bankrott“.

Der Pfarrer sagte zudem von sich: „Ich habe nicht viel Zeit; jedem, dem ich begegne, muss ich Christus bezeugen, damit mich keiner bei Gott verklagen kann, ich hätte es nicht gesagt.“ 2000 wurde er in das Buch „Zeugen einer besseren Welt“ aufgenommen, mit dem die EKD und die katholische Deutsche Bischofskonferenz die Märtyrer des 20. Jahrhunderts würdigen. Darin heißt es, Brüsewitz habe mit seiner Selbstverbrennung vor der Michaeliskirche in Zeitz eine neue Diskussion über den Weg der evangelischen Kirche in der DDR ausgelöst.


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