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Sozialeinrichtungen der Adventisten: Wer ersetzt die Zivildienstleistenden?

("Adventisten heute"-Aktuell, 8.4.2011) Wie die Arbeit künftig ohne Zivildienstleistende konkret bewältigt werden könne, wüssten die Verantwortlichen der meisten Sozialeinrichtungen der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten in Deutschland noch nicht. Dennoch gebe es Überlegungen, ergab eine Umfrage der Nachrichtenagentur APD. Nur sieben der über 60 Sozialeinrichtungen der Freikirche in Deutschland haben Zivildienstplätze.

Ab 1. Juli "Bundesfreiwilligendienst"

Da die Wehrpflicht zum 1. Juli in der Bundesrepublik ausgesetzt wird, entfällt zum selben Datum auch der Zivildienst. Sollte der Dienstantritt eines Zivildienstleistenden vor dem 1. Juli liegen, kann der Betreffende auf ausdrücklichen Wunsch seinen Dienst auch über den 1. Juli hinaus noch ableisten. Doch spätestens Ende des Jahres werden die letzten Zivildienstleistenden entlassen.
An die Stelle des Zivildienstes soll ein "Bundesfreiwilligendienst" treten, der in der Regel mindestens sechs und höchstens 24 Monate dauere. Der Einsatz könne bei den bisher von den Zivildienstleistenden besetzten Plätzen und Bereichen geleistet werden. Bisherige Dienststellen des Zivildienstes würden automatisch per Gesetz mit allen Zivildienstplätzen als Einsatzstellen und Einsatzplätze des Bundesfreiwilligendienstes anerkannt, teilte das Bundesamt für den Bundesfreiwilligendienst mit. Es wäre dafür keine Registrierung nötig. Die Einsatzstellen könnten daher sofort anfangen, um Freiwillige zu werben. Der Bundesfreiwilligendienst soll Männern und Frauen jeden Alters nach Erfüllung ihrer Schulpflicht offen stehen.

Freiwillige bzw. Ehrenamtliche übernehmen

Die Adventistische Entwicklungs- und Katastrophenhilfe ADRA Deutschland in Weiterstadt bei Darmstadt hatte bisher drei Zivildienstplätze für Büro und Lager. Laut ADRA-Mitarbeiterin Nadja Reinhardt werde der letzte "Zivi" seinen Dienst am 31. Juli beenden. Die von ihnen geleistete Arbeit sollen künftig Freiwillige übernehmen. Auch bei der Blindenhörbücherei des Medienzentrums "Stimme der Hoffnung" (Alsbach-Hähnlein bei Darmstadt) höre der letzte der beiden Zivildienstleistenden Ende Juli auf. Die Zivis waren hauptsächlich für die Kopie und den Versand von Tonträgern zuständig, teilte der Leiter der Blindenhörbücherei, Pastor Andre Thäder, mit. Ihre Arbeit solle künftig von Ehrenamtlichen erledigt werden. Eventuell könne der Bereich Technik personell verstärkt werden, falls die Haushaltslage des Medienzentrums das ermögliche.
Das adventistische Schulzentrum Marienhöhe (Darmstadt) hatte bisher drei Zivildienstplätze für Hausmeister- und Gärtnerarbeiten. Laut Gabriele Klenke, Mitarbeiterin des Schulzentrums, sei die Einführung eines Freiwilligen Sozialen Jahres (FSJ) angedacht, wenn die beiden letzten Zivis die Marienhöhe Ende Mai verließen. Die bisher sechs Zivildienstplätze des Seniorenheimes Neandertal in Mettmann könnten eventuell durch geringfügige Beschäftigung in einer Übergangszeit ersetzt werden. Der letzte Zivi verlasse die Einrichtung Ende Juli.
Beim adventistischen Krankenhaus "Waldfriede" in Berlin-Zehlendorf (acht Zivildienstplätze), bei der Erholungs- und Bildungsstätte Bergheim Mühlenrahmede (Altena/Westfalen) mit zwei Zivildienstplätzen und beim Seniorenheim in Berlin-Steglitz (zwei Zivildienstplätze) gebe es verschiedene Überlegungen. Sie reichten vom Bundesfreiwilligendienst und Freiwilligen Sozialen Jahr bis zum Ehrenamt und zu Praktikanten. (APD)

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