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Sollen Trinker dem Kirchentag weichen?

(AdventEcho online, 8.5.2009) Sollen Trinker und Wohnungslose während des Deutschen Evangelischen Kirchentags aus der Bremer Innenstadt verbannt werden? Gegen Politikeräußerungen, die das in Erwägung ziehen, haben sich führende Repräsentanten der Bremischen Evangelischen Kirche gewandt. Innensenator Ulrich Mäurer (SPD) und der FDP-Innenpolitiker Uwe Woltemath hatten sich gegenüber der Bild-Zeitung für die Räumung von "Säufertreffpunkten" auf dem Bahnhofvorplatz und dem Markplatz ausgesprochen. "Die vielen Trinker sind wirklich kein angenehmer Anblick", so Mäurer. Woltemath forderte: "Schluss mit dem Saufen in der Öffentlichkeit." Der leitende Geistliche der Bremischen Evangelischen Kirche, Pastor Renke Brahms, und Landesdiakoniepfarrer Michael Schmidt distanzierten sich von diesen Äußerungen. Diakonie und Kirche ergriffen Partei für wohnungslose Menschen.

Kirchentag ist keine "Glitzershow"

Der Kirchentag, zu dem vom 20. bis 24. Mai über 100.000 Dauerteilnehmer in Bremen erwartet werden, sei keine "Glitzershow". Eine Aufräumaktion nach dem Motto "aus den Augen, aus dem Sinn" sei der falsche Weg. Vielmehr gelte es, die Stadt mit den Augen der Armen zu sehen und sich für soziale Gerechtigkeit einzusetzen. Schließlich laute das Kirchentagsmotto "Mensch, wo bist du?". Alle Bremer Bürger seien eingeladen, während des Protestantentreffens in das diakonische Dorf auf dem Liebfrauenkirchhof zu kommen. Dort erwarteten sie wohnungslose Menschen als freundliche Gastgeber. Auch die Bremer Grünen und die Linkspartei lehne die "Vertreibung" von Wohnungslosen ab. Die Innenbehörde stellte unterdessen klar, dass Mäurer keine Räumung vornehmen wolle. Doch werde in regelmäßigen Abständen mit den Anwesenden an solchen Plätzen über einen Ortswechsel gesprochen. (idea)

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