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Sensation in Nordkorea: Christen fördern erste Privatuniversität

(AdventEcho online, 25.9.2009) Sensation im kommunistisch regierten Nordkorea: Mit christlicher Unterstützung öffnet in dem international weitgehend isolierten Land die erste internationale Privatuniversität ihre Pforten.

Auch Unterstützung aus Deutschland

Die Universität für Wissenschaft und Technologie (Pyongyang University of Science and Technology/PUST) in Pjöngjang wurde am 16. September in Anwesenheit von etwa 200 Vertretern aus dem Ausland offiziell ihrer Bestimmung übergeben. Unterstützung kommt von kirchlichen Organisationen und Christen vor allem aus Südkorea und den USA, aber auch aus Deutschland. Die Werke "Hilfe für Brüder" und "Christliche Fachkräfte International" (beide Stuttgart) sind beteiligt. Mit staatlicher Genehmigung wird die Universität von der Nordostasiatischen Stiftung für Bildung und Kultur getragen, die bereits eine ähnliche Hochschule in Yanbian in der Volksrepublik China betreibt. Seit 2002 hat die Stiftung umgerechnet rund 22 Millionen Euro in den Aufbau des Campus in Pjöngjang investiert.

Heimische Fachkräfte qualifizieren

An der Universität sollen heimische Fachkräfte für internationale Tätigkeiten qualifiziert werden. So wird unter anderem ein Managementstudium mit dem Abschluss als Master of Business Administration (MBA) angeboten. Unterrichtssprache ist Englisch; die anfangs 200 bis 300 Studierenden sollen auch ungehinderten Zugang zum Internet haben. Dozenten kommen auch aus Südkorea, den USA und anderen westlichen Ländern. Meist handelt es sich um koreanisch stämmige Lehrkräfte.

Pjöngjang galt als "Jerusalem des Ostens"

Vor der kommunistischen Machtübernahme 1948 war Pjöngjang wegen der vielen Kirchen als "Jerusalem Ostasiens" berühmt. Heute gilt Nordkorea als das Land mit der stärksten Christenverfolgung. Zwar herrscht in dem von Diktator Kim Jong-Il regierten Staat offiziell Religionsfreiheit, aber bis zu 70.000 Christen werden dem Hilfswerk Open Doors zufolge in über 30 Arbeits- und Straflagern gefangen gehalten. Der Alleinherrscher lasse sich als Götzen verehren. Wer Gott anbete, müsse mit schweren Konsequenzen rechnen wie Folter, Inhaftierung oder Hinrichtung.

Offiziell nur 12.000 Christen

Von den 23,6 Millionen Einwohnern sind offiziellen Angaben zufolge etwa 12.000 Christen, die zu vier staatlich anerkannten Kirchengemeinden gehören - zwei evangelischen, einer katholischen und einer russisch-orthodoxen. Religionsstatistiker gehen davon aus, dass sich weit über 400.000 Christen im Verborgenen treffen. (idea)

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