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Iranischer Pastor nach 577 Tagen Haft aus der Haft entlassen

("Adventisten heute"-Aktuell, 17.8.2012) Der iranische Pastor Noorollah Ghabitizadeh ist nach 577 Tagen aus der Haft entlassen worden. Das hat die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) in Frankfurt am Main mitgeteilt. Der Leiter einer Hauskirche war am 24. Dezember 2010 bei einer Polizeirazzia gegen Christen verhaftet worden. Grund dafür war sein Wechsel vom Islam zum Christentum. Dieser Schritt kann im Iran mit dem Tode bestraft werden.

Weiterhin in Lebensgefahr

Laut IGFM schwebt der 1965 geborene Pastor weiterhin in Lebensgefahr, da er an seinem christlichen Glauben festhalte. Er bleibe täglich von neuerlicher Festnahme bedroht. "Die Gründe seiner Freilassung und damit verbundene Auflagen sind bisher nicht geklärt, aber man kann davon ausgehen, dass internationale Kampagnen, wie die zur Rettung von Pastor Youcef Nadarkhani, dazu beigetragen haben", so der Vorstandssprecher der IGFM, Martin Lessenthin. Nadarkhani - früherer Leiter einer Untergrundgemeinde - wurde wegen "Abfalls vom Islam" und "Verbreitung nicht-islamischer Lehren" zum Tode verurteilt und sitzt in einem Gefängnis in Rascht ein.

Politiker würdigt festen Glauben des Pastors

Der CDU-Bundestagsabgeordnete Volkmar Klein hatte sich als "politischer Pate" der IGFM für Ghabitizadeh eingesetzt. Der Parlamentarier sagte über den Geistlichen: "Für das, was er in den letzten Monaten erleben musste, gebührt Herrn Ghabitizadeh unser Beistand und unsere Anerkennung." Klein wollte nach eigenen Angaben mit der Übernahme der Patenschaft ein Zeichen für die Menschenrechte setzen: "Es ist mir ein wichtiges Anliegen, die Religionsfreiheit zu verteidigen und verfolgte Christen zu schützen. Dass unsere Bemühungen erfolgreich waren, erfreut mich wirklich sehr."

Hausgemeinde versammeln sich im Untergrund

Insgesamt unterstützen über 70 Politiker das Patenschaftsprogramm der IGFM. Nach ihren Angaben hat sich im Iran die Situation für Christen nach der umstrittenen Wiederwahl des Präsidenten Mahmud Ahmadinedschad 2009 dramatisch verschärft. Da es Christen nur unter strengen Auflagen gestattet ist, ihren Glauben auszuüben, haben sich Hausgemeinden gebildet, die ihre Gottesdienste und Bibelkreise im Untergrund abhalten. Von den 74,2 Millionen Einwohnern des Iran sind 99 Prozent Muslime. Die Zahl der Konvertiten zum christlichen Glauben wird auf 250.000 geschätzt. Ferner gibt es bis zu 150.000 meist orthodoxe armenische und assyrische Christen. (idea)

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