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Hochkarätige Referenten beim Symposium zur Schöpfung in Friedensau

("Adventisten heute"-Aktuell, 8.2.2013) Der biblische Schöpfungsbericht und die Konflikte zwischen der Schöpfungslehre und der Evolutionstheorie waren das Thema eines Symposiums an der Theologischen Hochschule Friedensau vom 25.-27. Januar. Veranstalter war die Generalkonferenz (Weltkirchenleitung) der Siebenten-Tags-Adventisten, vertreten durch Randall Younker, den Leiter des Faith and Science Committee der Generalkonferenz und Professor für Archäologie an der Andrews University. Dieses Gremium wurde vor sieben Jahren eingerichtet und hat etwa 40 Mitglieder - Theologen und Naturwissenschaftler. Es trifft sich zweimal jährlich zum Austausch und verbreitet seine Ergebnisse durch Veranstaltungen wie dieses Symposium und durch Publikationen.
Referenten waren Mitglieder des Geoscience-Research-Instituts der Generalkonferenz, das der Loma Linda University in Kalifornien angegliedert ist (Raul Esperante, Ben Clausen, Timothy Standish), sowie Dozenten der Theologischen Hochschule Friedensau (Bernhard Oestreich, Rolf Pöhler) und des Seminars Schloss Bogenhofen (Martin Pröbstle).
Das Symposium stieß bei Pastoren und Gemeindegliedern auf großes Interesse. Die Hochschule musste bereits zwei Wochen vor Beginn ein Anmeldestopp verkünden. Die Teilnehmerzahl wurde durch die Kapazität der Friedensauer Kapelle auf 250 begrenzt. Über 200 davon wurden als Dauergäste in Friedensau oder der Umgebung untergebracht.

Eine konziliante Atmosphäre

Auf dem Symposium herrschte durchgehend eine gute, konziliante Atmosphäre. Das war vor allem den Referenten zu verdanken, die dogmatische Aussagen vermieden und stets betonten, dass sie mehr Fragen als Antworten auf die Probleme mit den Aussagen des Schöpfungsberichtes und der Evolutionstheorie hätten. Konflikte zwischen beiden seien grundsätzlich unvermeidlich, da die Aussagen der Bibel seit fast 2000 Jahren feststünden, die Erkenntnisse der Naturwissenschaften sich aber in der Entwicklung und im ständigen Wandel befänden. Viele ihrer Erkenntnisse ließen sich nicht durch eine plausible Interpretation mit den biblischen Aussagen und der Annahme einer Schöpfung aller Lebensformen auf der Erde vor einigen Tausend Jahren harmonisieren.

Priorität der biblischen Offenbarung

Es wurde stets die Priorität der biblischen Offenbarung vor den naturwissenschaftlichen Erkenntnissen betont, aber auch gesagt, dass dogmatische Schlussfolgerungen aus den Texten der Bibel über Einzelheiten des Schöpfungsvorgangs vermieden werden sollten.
Das Programm des Symposiums war übervoll. 15 Referate (davon zweimal drei parallel) wurden von Freitagabend bis Sonntagmittag gehalten. Die Referenten konnten in der halben Stunde, die ihnen jeweils zur Verfügung stand, ihre Themen nur anreißen, was von den Zuhörern sehr bedauert wurde.
Zum Abschluss des Symposiums sprach Artur Stele, ein Vizepräsident der Generalkonferenz und der Leiter des Biblical Research Institute (BRI). Er knüpfte an seine Pastorenausbildung in Friedensau in den Jahren 1982-86 und seine damalige Abschlusspredigt an, in der er ausgeführt hatte, dass Jesu Worte heilend und schöpferisch seien. Menschlich und naturwissenschaftlich sei das unmöglich. Aber die Wissenschaft (auch die theologische) habe nicht nur mit dem Schöpfungsbericht Probleme, sondern auch mit der Jungfrauengeburt und den Wundern von Jesus. Wir könnten zwar heute vieles nicht verstehen und erklären, aber Gottes Wort und seine Taten stimmten überein; darauf könnten wir vertrauen und ihn deshalb loben und anbeten. (Werner E. Lange)


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