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Fünf türkische Kirchen bringen christliches Schulbuch heraus

("Adventisten heute"-Aktuell, 18.12.2015) Auch 2015 hat die Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten das Wohl von Kindern und Jugendlichen im ganzen Bundesgebiet durch gottesdienstliche Veranstaltungen, Pfadfinderaktivitäten, Schulungen und Veröffentlichungen gefördert. Dazu unterhält sie neben eigenen Abteilungen für Kinder- und Jugendarbeit ein Religionspädagogisches Institut (RPI) und einen Fachbeirat "Sexueller Gewalt begegnen" (SGb). RPI und SGb haben das Kinderschutz-Heft "Wenn ich mal nicht weiterweiß ..." herausgegeben.

Mit dem Heft "Wenn ich mal nicht weiterweiß ..." wollen die Siebenten-Tags-Adventisten in Deutschland schulpflichtigen Kindern im Einflussbereich der Freikirche helfen, gesund und beschützt heranzuwachsen - gerade dann, wenn sie sich von Erwachsenen bedrängt fühlen. Bereits 2009 hatte die Kirche die Arbeitshilfe "Sexueller Gewalt begegnen" herausgegeben, um alle erwachsenen Mitglieder über dieses Thema zu informieren und dafür zu sensibilisieren.

Ungute Gefühle und Tipps zum Umgang damit

Im Heft "Wenn ich mal nicht weiterweiß ..." werden diffuse Gefühle sowie mehrdeutige Situationen thematisiert, die für ein Kind schwierig einzuordnen sind. "Verschiedene Gesetze verbieten Erwachsenen, dich zu schlagen oder dich ständig runterzumachen. Dort steht drin, dass du selbst entscheiden darfst, mit wem du kuscheln [...] willst", heißt es unter dem Titel "Regeln für Erwachsene". Den Kids wird erläutert, dass Erwachsene sich im Umgang mit Kindern an Regeln halten müssen und dass es Kinderrechte gibt, auf die sie sich beziehen können.

Nummer gegen Kummer - alles anonym

Kinder seien Jesus nie lästig gewesen, heißt es im Heft. Er habe sich Zeit für sie genommen. Es gebe auch heute Erwachsene, die Kindern selbstlos helfen würden, wenn sie nicht mehr weiterwüssten. Als Ansprechstelle, die Kindern in allen Anliegen Hilfe und Beratung biete, wird die Telefonnummer 0800 1110333 angegeben. Mit einem imaginären Gesprächsverlauf wird den Kindern Tipps gegeben, wie sie Hilfe in Anspruch nehmen können. Sofern die Kinder dies wünschen, bleibt alles anonym, und niemand zwingt sie, etwas preiszugeben, das sie für sich behalten wollen.

Kirchengemeinde als Schutzraum

Die Kirche sei verpflichtet, ihren Kindern Schutz und Aufklärung zu bieten, betonten Professor Johann Gerhardt, Vorsitzender des SGb, und Pastor Jochen Härdter, Leiter des RPI, bei der Vorstellung des Heftes in der Freikirchenzeitschrift "Adventisten heute". Das Religionspädagogische Institut habe das Thema "Missbrauch" in seiner Ausbildung verankert und werde es auch zum Gegenstand des Religionsunterrichts für Kinder machen. Außerdem bietet das RPI einen thematischen Gottesdienst-Entwurf als praktische Arbeitshilfe an. (APD)

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