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Frühjahrssitzung der Euro-Afrika-Division mit Jan Paulsen

("Adventisten heute"-Aktuell, 3.6.2011) An der sogenannten Frühjahrssitzung des Exekutivausschusses der Euro-Afrika-Division der Siebenten-Tags-Adventisten (EUD) vom 22.-24. Mai in Krattigen (Schweiz) befassten sich knapp 50 Teilnehmer mit dem Anliegen "Erweckung und Reformation", dem Wachstum der Kirche im Bereich der EUD und den Finanzen.
Von den 78 Tagesordnungspunkten beschäftigten die Delegierte aus den Verbänden und Unionen zwei am intensivsten: die Anerkennung von ASI-Europa durch die EUD (in manchen Ländern besteht Klärungsbedarf) und das Prozedere bei der Einladung von Gastrednern durch Ortsgemeinden (die derzeitigen Richtlinien werden nicht immer beachtet).
Die Grundsatzreferate hielt bei dieser Sitzung Dr. Jan Paulsen (76), von 1999 bis 2010 Präsident der Generalkonferenz (Weltkirchenleitung) der Siebenten-Tags-Adventisten. Beim Thema "Unser Verhältnis zu anderen religiösen Gruppen" unterstrich Paulsen die Tatsache, dass unsere Größe nicht im Verhältnis zu unserem Einfluss in der Gesellschaft steht. "Das Wirken des Heiligen Geistes wird nicht durch Zahlen beschränkt", sagte er. Wir hätten nur zwei Möglichkeiten: Offen und freudig die eigene Überzeugung mit anderen Kirchenleitern zu teilen, oder aber uns ängstlich zurückzuziehen und das Gespräch zu verweigern. Er plädierte für die erste, betonte aber, dass das Anliegen Ökumene nicht zur Debatte stehe.
Beim Thema "Was die Kirche von ihrer Führung erwartet" mahnte Paulsen die anwesenden Führungskräfte zur Demut (Zurückhaltung im Umgang mit Macht), zur Sanftmut (die Balance zwischen den Extremen anstreben) und zur Geduld (im Sinne von Ausdauer und Beharrlichkeit). Er sprach sich gegen Uniformismus aus. Weil wir u. a. durch unsere Kultur geprägt würden, sei illusorisch zu glauben, dass wir alle gleich denken und das Gleiche tun sollten - in der gleichen Form, zum selben Zeitpunkt, auf der ganzen Welt. "Sollten wir Uniformismus weltweit verfolgen, werden wir uns immer mehr von der Einigkeit entfernen, die Jesus für seine Gemeinde wünscht", warnte Paulsen. Er ermutigte die Führungskräfte dazu, für eine Atmosphäre der Offenheit und des Dialogs (besonders mit den Jugendlichen) zu sorgen. Und er betonte zum Schluss, dass die Gemeinde eine Zufluchtsstätte sein sollte, nicht ein exklusiver Club. (edp)

zzz

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(Fotos: edp)

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