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Ermutigung für frustrierte Gemeinden beim G-Camp 2009

(AdventEcho online, 24.7.2009) Es war ein Auftakt nach Maß: Der christliche Kabarettist Johannes Warth stellte zu Beginn des G-Camps am Montagabend klar: Mut ist eine Frage der Einstellung. Er buchstabierte MUT so: Mentale Vorbereitung, Umsetzen, Trainieren. "Geht nicht, meint eigentlich: Gott kann nicht", so Warth. Mit viel Humor, Akrobatik und Musik verkündete er manch unbequeme Wahrheit und bewies nebenbei, dass Adventisten auch über sich selbst lachen können.

"Mut machend - Mut machen", so lautete das Motto des diesjährigen G-Camps, einer Motivations- und Missionskonferenz der Siebenten-Tags-Adventisten in Deutschland, zu der sich über 900 Dauerteilnehmer angemeldet hatten, darunter zahlreiche Jugendliche. Wie die vergangenen 14 G-Camps traf man sich auch diesmal in Friedensau, dem Standort der Theologischen Hochschule der Freikirche. Das Camp dauert noch bis Sonntag (26. Juli) an.

Ermutigung: nötiger denn je

Ermutigung ist heute nötiger denn je. In den Gemeinden erleben viele derzeit eine Phase der Frustration: Viele Pastoren sind ausgebrannt, säkulare Menschen werden kaum mit dem Evangelium erreicht, es gibt interne Spannungen. Willie Schulz, Abteilungsleiter für Evangelisation und Gemeindeaufbau im Norddeutschen Verband der Siebenten-Tags-Adventisten, sprach am Dienstagmorgen diese Probleme an und verglich sie mit der Situation Johannes des Täufers, der ebenfalls das Gefühl hatte, versagt zu haben (Matthäus 11,2-6): "Dürfen wir in der Gemeinde ehrlich über das Scheitern reden?", so fragte er seine Zuhörer in der großen Friedensauer Zeltarena. Und er fügte hinzu: "Manchmal gibt es eine sinnvolle Erklärung für Scheitern oder Erfolg - manchmal nicht." Gottes ermutigende Aufforderung laute: "Hör nicht auf zu vertrauen." Und tatsächlich reift die Frucht vieler Bemühungen erst spät.

Den Erlösungsplan kulturrelevant vermitteln

An dieser Erkenntnis knüpfte Bojan Godina, Leiter für integrative Evangelisation im Süddeutschen Verband der Siebenten-Tags-Adventisten an. Er stellte klar, dass auch postmoderne Menschen eine "religiöse Tiefenstruktur" haben - eine Sehnsucht nach Gott und der Klärung existentieller Fragen. "Wir müssen die große Erzählung über den Sündenfall und die Erlösung, über die Auseinandersetzung von Gut und Böse kulturrelevant vermitteln", so Bojan Godina.

Jugendpastor Manuel Füllgrabe (Chemnitz) ermutigte dazu, die eigene Berufung nicht von einem großen Gotteserlebnis abhängig zu machen. "Der Junge, der bei der Speisung der Fünftausend die fünf Brote und zwei Fische Jesus zur Verfügung stellte, tat scheinbar wenig, aber er war da, wo er sein sollte, und gab, was er hatte. Es kommt nicht auf die Größe der Tat oder ein spezielles Berufungserlebnis an."

Nicht unser Erfolg, sondern unsere Treue ist gefragt

Die Abende gehörten László Szabó, Dozent für Gemeindeaufbau an der Theologischen Hochschule Friedensau. Mit zahlreichen Erfahrungen aus dem eigenen Leben ermutigte er die Zuhörer immer wieder, Gott an die erste Stelle zu setzen. Und für die Gemeinde gilt: "Nichts kann sie überwältigen, wenn sie das Reich Gottes verkündigt." Die Botschaft seiner Ansprachen lautete: Es geht nicht darum, Großes für Gott zu leisten, sondern durch die Türen zu gehen, die Gott öffnet. Gott erwartet nicht, dass wir erfolgreich sind, sondern treu. Und er ist verantwortlich für den "Erfolg".

Es gab einige Neuerungen beim G-Camp 2009: Das Treffen dauert einen Tag länger, so dass mehr Zeit für gemeinsame Veranstaltungen und Workshops zur Verfügung steht. Es gab diesmal mit 33 Workshops deutlich mehr als vor zwei Jahren. Und es wurde die "Murmelzeit" eingeführt: Über die Vorträge des Vormittags wurden anschließend in kleinen Gruppen anhand vorgegebener Fragen Nachgespräche geführt. Zahlreiche Freiwillige übernahmen die Gesprächsleitung einer solchen Gruppe.

Am Wochenende werden noch einmal 500 zusätzliche Teilnehmer erwartet. Auf dem Programm stehen neben geistlichen Vorträgen u. a. eine Gebetsnacht am Freitagabend, eine Taufe am Sabbatnachmittag, ein großes Lagerfeuer und eine Worship-Nacht am Sabbatabend.

(Thomas Lobitz)

FOTOGALERIE

(Fotos: Jörn Diedrichsen und Thomas Lobitz)


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