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Erdbeben in Haiti - es geht immer noch um Nothilfe

("Adventisten heute"-Aktuell, 26.2.2010) Petit Goave, etwa 60 Kilometer westlich von Port-au-Prince, war eine idyllische Stadt. Abseits des Trubels einer Hauptstadt, mit kleinen, farbenfrohen Häusern zwischen Palmen und einem türkisblauem Meer bietet sie die ideale Kulisse für einen Bildband. Das Erdbeben vom 12. Januar hat dieses Bild zerstört. Petit Goave gehört zu den drei am schwersten betroffenen Städten Haitis. Auch das Notre-Dame-Krankenhaus hat es getroffen. Ein Gebäudetrakt ist abbruchreif; starke Risse zeichnen sich an den Wänden ab.
Schnell kam medizinische Hilfe durch die deutsche Hilfsorganisation Cap Anamur, doch es fehlte an sauberem Trinkwasser. Daher stellte die Wasseraufbereitungsanlage der Adventistischen Entwicklungs- und Katastrophenhilfe ADRA Deutschland eine wichtige Ergänzung dar, um die Arbeit fortzuführen. Die leistungsfähige Anlage kann etwa 4000 Liter Trinkwasser pro Stunde liefern.
Dipl. Ing. Rainer Vollstädt, Mitarbeiter von ADRA Deutschland, konnte die Anlage einen Tag nach der Ankunft in Petit Goave in Betrieb nehmen. "Seitdem versorgen wir jeden Tag fast 4.000 Menschen mit erstklassigem Trinkwasser, das auf umweltschonende Weise hergestellt wird", freut sich der ADRA-Einsatzkoordinator Fritz Neuberg. "Schon beim Testlauf standen die ersten Menschen an. Innerhalb kurzer Zeit kamen weitere Patienten und Angehörige hinzu. Die Wasseraufbereitungsanlage sprach sich so schnell herum, dass sich die Nachbarn des Krankenhauses und danach sogar Menschen aus der weiteren Umgebung auf den Weg zum Krankenhaus machten."
Inzwischen werden mehrere kleine Behelfslager ebenfalls mit Wasser versorgt. "Das alles zeigt, dass es völlig verfrüht ist, hier von Wiederaufbau zu reden. Ohne Hilfe von außen hätten diese Menschen überhaupt keine Chance, die katastrophale Situation zu bewältigen", betonte Neuberg. (APD)

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