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Dialog mit dem Islam gehört zur "Lerngeschichte der Reformation"

("Adventisten heute"-Aktuell, 07.07.2017) Der Dialog mit dem Islam ist ein wichtiger Teil der "Lerngeschichte der Reformation". Diese Ansicht äußerte der EKD-Ratsvorsitzende, Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm (München), bei dem jährlichen stattfindenden Austausch von Vertretern der EKD und des Koordinationsrates der Muslime (KRM) am 4. Juli in der Lutherstadt Wittenberg. Für ihn gehört zu den christlichen Einsichten, eine religiöse Vielfalt zu bejahen und diese auch zu vertreten. Eine starke Zivilgesellschaft brauche starke und eigenständige Religionsgemeinschaften, so der Ratsvorsitzende mit Blick auf die islamischen Organisationen in Deutschland. Für das Treffen sei die Lutherstadt Wittenberg im Jahr des 500. Reformationsjubiläums auch als gemeinsames Zeichen für ein friedliches Miteinander der Religionen gewählt worden.

Mazyek: Vor 500 Jahren wäre ein Treffen noch unvorstellbar gewesen

Der Sprecher des Koordinationsrates, Aiman Mayzek (Berlin) gratulierte zum Reformationsjubiläum. Eine Begegnung von christlichen und muslimischen Repräsentanten wäre vor 500 Jahren an diesem Ort noch unvorstellbar gewesen, so Mazyek. Beide Seiten betonten die Notwendigkeit, mit unterschiedlichen Glaubensvorstellungen friedlich umzugehen. Die Geschichte zeige, welche fatalen Folgen es habe, wenn Menschen ihre Gottesvorstellungen mit politischer Macht oder brutaler Gewalt durchzusetzen versuchten. Es müsse deutlich werden, dass Christentum und Islam dem gesellschaftlichen Zusammenhalt nicht im Wege stünden, sondern ihn beförderten. Die jüngsten Attentate in Deutschland hätten zur Verunsicherung der Bevölkerung beigetragen und die Debatte um religiös motivierte Gewalt und Zuwanderung verschärft. Mitglieder des Koordinationsrats sind der Zentralrat der Muslime in Deutschland (ZMD), die Türkisch-Islamische Union der Anstalt für Religion (DITIB), der Islamrat für die Bundesrepublik Deutschland (IR) und der Verband der Islamischen Kulturzentren (VIKZ). Sie haben zusammen rund 250.000 Mitglieder und vertreten damit etwa vier Prozent der in Deutschland lebenden knapp sechs Millionen Muslime. (idea)

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