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Deutscher Missionar und Hochschullehrer Konrad F. Mueller verstorben

("Adventisten heute"-Aktuell, 20.7.2012) Am 26. Juni verstarb nach kurzer, schwerer Krankheit Dr. Konrad F. Mueller im Alter von 93 Jahren in Loma Linda, Kalifornien (USA). Bis zu seinem Tod war er Pastor der Adventgemeinde Los Angeles, die letzte deutsche adventistische Kirchengemeinde in den Vereinigten Staaten. Bekannt wurde der in Deutschland geborene Missionar und Hochschullehrer durch seine in vier Auflagen erschienene Dissertation Die Frühgeschichte der Siebenten-Tags-Adventisten bis zur Gemeindegründung 1863 und ihre Bedeutung für die moderne Irenik . Sie ist auch in englischer Übersetzung vorhanden und gilt als Standardwerk zur Geschichte der Adventisten.
Zu den Stationen des Lebens von Mueller gehörten nach Ausbildung am Theologischen Seminar Friedensau bei Magdeburg, Kriegserfahrungen in Russland mit anschließender Gefangenschaft, Studium in den USA, Missionseinsatz in Nigeria und Liberia, Promotion an der Johann Wolfgang von Goethe-Universität Frankfurt/Main, Lehrtätigkeit am Theologischen Seminar Marienhöhe Darmstadt und am Newbold College (England), wo er bis zu seiner Pensionierung das Ellen G. White-Studienzentrum leitete. Danach kehrte er mit seiner Frau in die USA zurück, von wo aus er noch bis ins hohe Alter "Missionsreisen" unter anderem nach Russland und Afrika unternahm. Regelmäßig predigte er in der deutschen Adventgemeinde Los Angeles.
Während seiner Zeit als Missionar in Nigeria erlebte er den Biafrakrieg (1967-1969). Mueller zählte zu den wenigen Ausländern, welche die Grenze zwischen den Bürgerkriegsparteien passieren durften, so groß war der Respekt für ihn auf beiden Seiten. Nach seiner Pensionierung erfüllte er sich den Lebenstraum, das Evangelium in Astrachan, der russischen Stadt an der Wolga, zu verkündigen, wo er fünf Jahre lang die Kriegsgefangenschaft erlitten und knapp überlebt hatte. Eine Besucherin seiner Bibelvorträge erkannte den ehemaligen Häftling nach über 50 Jahren wieder. Zeichen der Versöhnung setzte Mueller auch durch ein Kriegerdenkmal.
Nach dem Tod seiner Frau, mit der er über 60 Jahre verheiratet war, ging er erneut die Ehe ein. Er hinterlässt seine zweite Frau Emma sowie die Töchter Riki und Helga samt Enkelkindern. (APD)

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