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Brandenburger Kreuz-Beschluss stößt auf Unverständnis

("Adventisten heute"-Aktuell, 12.8.2016) Auf Unverständnis stößt die Entscheidung des Brandenburger Landtags in Potsdam, das Kreuz im Fraktionssaal der CDU künftig abzunehmen, wenn Besucher im Haus sind. Weil der Saal auch für Informationsveranstaltungen mit Gästegruppen genutzt werde und es vereinzelt Beschwerden wegen des Kreuzes gegeben habe, hatte die Landtagsverwaltung das Kreuz mit Magneten versehen lassen, damit es leichter abgenommen werden kann.

"Respektlose Debatte"

Der CDU-Fraktionsvorsitzende im Brandenburger Landtag, Ingo Senftleben (Lauchhammer), sprach auf Anfrage der Evangelischen Nachrichtenagentur idea von einer "respektlosen Debatte". Es ärgere ihn, dass in religiösen Fragen oft gerade jene die nötige Toleranz vermissen ließen, die sonst stets Vielfalt propagierten. Als man vor zwei Jahren in das neue Landtagsgebäude umgezogen sei, habe seine Fraktion den Saal von einem evangelischen und einem katholischen Geistlichen segnen lassen, so Senftleben. Auch das Kreuz habe man bewusst aufgehängt: "Es symbolisiert den Glauben vieler Fraktionsmitglieder." Er selbst habe nur von "ein oder zwei" Fällen gehört, in denen sich Besucher davon gestört fühlten. Eine Anfrage der Evangelischen Nachrichtenagentur idea bei der Pressestelle des Brandenburger Landtages, wie viele Beschwerden es genau gab, blieb unbeantwortet.

EAK der CSU/CSU: Eine Haltung aggressiver Christentums- und Kirchenfeindlichkeit

Auch außerhalb Brandenburgs sorgt das Vorgehen für Unverständnis. Scharfe Kritik übte der Bundesgeschäftsführer des Evangelischen Arbeitskreises der CDU/CSU, Christian Meißner (Berlin), gegenüber idea: "Es ist einfach eine Schande, wenn es in Deutschland mittlerweile wieder vermehrt dazu kommt, dass Kreuze gezielt und vorsätzlich aus öffentlichen Räumen entfernt werden." In solchen Vorgängen offenbare sich letztlich immer eine ideologisch verkrustete Haltung aggressiver Christentums- und Kirchenfeindlichkeit. Leider könne sich ein solches "Verwaltungshandeln" mittlerweile auf die höchste Rechtsprechung in Deutschland berufen. Ihn mache diese Form der zunehmenden Glaubens-, Geschichts- und Kulturvergessenheit sehr traurig, so Meißner. Deshalb müssten CDU und CSU das "C" als Grundlage des besonderen Politikverständnisses in Zukunft wieder verstärkt deutlich machen.

Schon Paulus wusste, dass das Kreuz Anstoß erregt

Der sozialpolitische Sprecher der sächsischen CDU-Landtagsfraktion, Alexander Krauß (Schwarzenberg), ermutigte die Kollegen in Brandenburg dazu, "standhaft" zu bleiben: "Wir haben mit unserem Kreuz im Fraktionssaal gute Erfahrungen gemacht. Die Kritik von Linken und SPD ist mittlerweile verstummt." Allerdings habe schon der Apostel Paulus gewusst, dass das Kreuz Anstoß erregt: "Wenn auch heute daraus ein Gespräch entsteht, hat das Kreuz seinen Sinn erfüllt. Es ist eine Möglichkeit, über christliche Werte zu sprechen." Auch für Politiker sei das Kreuz wichtig, sagte Krauß. Denn es lehre Demut: "Es erinnert daran, dass wir alle fehlerhafte Menschen sind und Jesus Christus für uns gestorben ist." (idea)

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