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Alle fünf Minuten stirbt ein Christ für seinen Glauben

("Adventisten heute"-Aktuell, 16.12.2011) Alle fünf Minuten stirbt irgendwo auf der Welt ein Christ für seinen Glauben. Im vergangenen Jahr waren es 105.000. Diese Zahlen nannte der Leiter des Außenamts der russisch-orthodoxen Kirche, Metropolit Hilarion Alfejew, auf einer internationalen Konferenz des Moskauer Patriarchats gegen die Diskriminierung und Verfolgung von Christen. Daran nahmen 82 Vertreter vorwiegend orthodoxer Kirchen und der römisch-katholischen Kirche teil, aber auch des Judentums und des Islam. Von evangelischer Seite war allein die Internationale Konferenz Bekennender Gemeinschaften eingeladen. Sie wurde von ihrem Ehrenpräsidenten, dem Missionswissenschaftler Prof. Peter Beyerhaus (Gomaringen bei Tübingen), repräsentiert.

Sofortige Maßnahmen gefordert

Im Schlussdokument der Tagung äußern sich die Teilnehmer besorgt über die Lage christlicher Minderheiten in zahlreichen Ländern. Genannt werden Ägypten, Afghanistan, Eritrea, Indien, Indonesien, der Irak, Nigeria, der Nordsudan und Pakistan. Die Teilnehmer forderten "sofortige Maßnahmen", um verfolgte Christen zu schützen. Außerdem solle eine internationale Stelle geschaffen werden, die den Betroffenen beistehe.

Christen im Irak drohe die Auslöschung

Das Oberhaupt der russisch-orthodoxen Kirche, der Moskauer Patriarch Kirill I., drückte ebenfalls seine Solidarität mit Christen aus, die unter Gewalt und Diskriminierung leiden. Seine Kirche werde "konsequent dafür eintreten, sie zu verteidigen und zu unterstützen". Der Metropolit der Assyrischen Kirche des Irak, Mar Gewargis (Bagdad), sagte angesichts des Terrors gegen die Christen: "Der christlichen Gemeinschaft des Irak droht die Auslöschung." Ein katholischer Priester aus Pakistan berichtete, dass dort Geistliche bei lebendigem Leib verbrannt worden seien. Der islamische Mufti von Moskau, Albir Krganov, plädierte dafür, die islamischen Gesetze so auszulegen, dass eine Ermordung von Priestern verboten sei. Die russischen Muslime rief er auf, Gewalttaten gegen Christen zu melden.

Schicksal der religiösen Minderheiten ungewiss

John Graz, Generalsekretär der International Religious Liberty Association (IRLA) bezeichnete die behandelten Themen als "deutlichen Ausdruck der wachsenden Sorge aller, die sich für die Wahrung und Verteidigung der Religionsfreiheit einsetzen". "Das Schicksal der religiösen Minderheiten in einer Reihe von Ländern des Nahen Ostens ist noch ungewiss", sagte Graz. "Aufgrund der derzeitigen politischen Entwicklungen wissen wir noch nicht, welche Haltung die neuen Regierungen in Ländern wie Tunesien oder Ägypten den Christen und anderen nicht-islamischen religiösen Gruppen gegenüber langfristig einnehmen werden."
Graz wies auf die wachsende antichristliche Stimmung hin und erwähnte die Berichte der Vereinten Nationen über die stetige Abwanderung von Christen aus dem Irak und neuerdings auch aus Libyen - ein Trend, der das erhebliche Gefühl des Unbehagens unter religiösen Minderheiten deutlich macht. "Wir fordern die Regierungen auf der ganzen Welt, zusammen mit internationalen Organisationen wie den Vereinten Nationen, alles in ihrer Macht Stehende zu tun, damit in diesen Ländern die Religionsfreiheit als ein grundlegendes Menschenrecht anerkannt und geschützt wird", sagte Graz. (idea/ANN)

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