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ADRA-Mitarbeiter in der DR Kongo getötet

(AdventEcho online, 9.10.2009) Die Adventistische Entwicklungs- und Katastrophenhilfe (ADRA) hat die Entführung und den Tod eines Bediensteten in der Demokratischen Republik Kongo am 30. September 2009 in South Kivu bestätigt.
Nachdem sie eine Baustelle besichtigt hatten, wurden zwei ADRA-Mitarbeiter -während sie sich auf der Heimfahrt mitten in einem Fahrzeugkonvoi befanden - von unbekannten Tätern angegriffen. Der Fahrer konnte sich in Sicherheit bringen, der Beifahrer, der Kongolese Boss Kayamba, wurde schwer geschlagen und am Straßengraben liegen gelassen. Später gelang es ihm, bis zum nahe gelegenen Dorf zu kriechen, starb allerdings während der Fahrt ins Krankenhaus.
Charles Sandefur, Präsident von ADRA International, äußerte sich zutiefst besorgt über die Ereignisse und den Tod des ADRA-Mitarbeiters: "In unserer Arbeit setzen wir uns häufig Gefahren aus, während wir uns bemühen, das Leiden anderer zu lindern. Unser Mitgefühl und unsere Gebete gelten der Familie von Boss Kayamba. Wir als große ADRA-Familie trauern um diesen Verlust."
Dies ist bereits der 22. Angriff, der seit Anfang 2009 in South Kivu stattgefunden hat. In einer Erklärung verurteilte Ross Mountain, UN-Sonderbeauftragter und stellvertretender Koordinator für humanitäre Hilfe der Demokratischen Republik Kongo den Angriff und rief alle bewaffneten Gruppen auf, jegliche Angriffe einzustellen und die humanitären Helfer zu respektieren.
ADRA ist seit Mitte der 1990er-Jahre in der Demokratischen Republik Kongo tätig. Die Schwerpunkte der Arbeit lagen bisher in der Unterstützung heimkehrender Flüchtlinge in Uvira und in North Fizi, im Aufbau von Obdachlosenunterkünfte, in der Verteilung von Non-Food-Produkten, in der Verteidigung der Eigentumsrechte und in partnerschaftlichen Aktionen mit dem Gesundheitsministerium und dem Ministerium für Bildung beim Bau von Kliniken und Schulen.40 bis 50 Prozent der geschätzten 66 Millionen Einwohner der DR Kongo gehören der Römisch-Katholischen Kirche an, 20 bis 30 Prozent sind protestantisch, etwa zehn Prozent gehören zum Islam. (AR/edp)

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