Bestellhotline: 0800 2383680 (kostenlos innerhalb D)
Literatur für ein Leben mit Zukunft
Kauf auf Rechnung möglich | versandkostenfrei ab 50 € (innerhalb D)

20 Jahre Förderverein Freundeskreis Friedensau

("Adventisten heute"-Aktuell, 5.11.2010) Der Förderverein Freundeskreis Friedensau wurde vor 20 Jahren am 18. November 1990 gegründet. Die Ereignisse, die zur Gründung des Fördervereins führten, waren eng verknüpft mit der Hochschulanerkennung durch die letzte DDR-Regierung im September 1990 und die Wiedervereinigung Deutschlands am 3. Oktober 1990. Rückblickend waren beide Ereignisse unbestritten Wunder Gottes.

Trostlose Lage trotzt staatlicher Anerkennung

Das Studienjahr 1990/91 begann Anfang September mit der geringsten Studentenzahl seit 1947. Wie sollte es in Friedensau weitergehen? Zwei Wochen vor der Wiedervereinigung am 3.Oktober 1990 erhielten wir vom Ministerrat der DDR die staatliche Anerkennung als Hochschule. Das war unbestritten eine einzigartige Fügung Gottes - doch damit waren die anstehenden Probleme keinesfalls gelöst.
Da rückte der 18. November 1990 heran - der 91. Jahrestag der Gründung Friedensaus. An diesem Sonntagvormittag hatten wir zu einer bescheidenen Gedenkstunde in die Aula eingeladen. Wir erinnerten uns an die armseligen Anfänge im Jahre 1899. Welch Glaubensmut hatten damals die Väter und Mütter der Adventgemeinden in Deutschland bewiesen! Wie sollte es aber fortan in Friedensau weitergehen? Die Lage sah trostlos aus.

Mit 23 Gründungsmitgliedern fing es an

Am Ende dieser Versammlung gab Bernhard Oestreich, einer der Dozenten, den Anstoß zur Gründung des Fördervereins "Freundeskreis Friedensau International". Es wurden sogleich "Nägel mit Köpfen" gemacht. Von etwa 50 Anwesenden waren 23 bereit, Mitglieder des Fördervereins zu werden. Die vorbereitete Satzung wurde angenommen, Vorsitzender, Kassenverwalter und Schriftführer wurden gewählt.
Es ging damals nicht zuerst um die Aufbringung von Mitteln - jeder von uns im Osten hatte durch die Währungsunion die Halbierung seiner bescheidenen Ersparnisse hinnehmen müssen. Getreu dem Wort an der Alten Schule "Bete und arbeite" wollten wir jedoch für den weiteren Erhalt Friedensaus beten, dafür alle Kräfte einsetzen und im nun vereinigten Deutschland an die Bedeutung Friedensaus in der Vergangenheit erinnern, um auf diese Weise nach 40 Jahren der Trennung neue Freunde Friedensaus gewinnen.

Die erste adventistische Theologische Hochschule in Europa

Fünf Monate später wurde nach längerem Tauziehen zwischen Ost und West am 17. April 1991 von der Euro-Afrika Division beschlossen, Friedensau zu erhalten und weiter als Theologische Hochschule auszubauen und die dafür notwendigen Mittel zu bewilligen. Die staatliche Anerkennung war inzwischen auch von der Landesregierung in Magdeburg bestätigt worden. So wurde Friedensau zur ersten und einzigen adventistischen Theologischen Hochschule in Europa.

Ein Jahr später: 450 Mitglieder, heute: mehr als tausend

Auch in der Arbeit des Fördervereins zeigte sich die entstehende Gemeinsamkeit von Ost und West durch die Mitarbeit von Helmut Erdle aus Augsburg. Über viele Jahre setzte er sich als fachkundiger Kassenverwalter für den Förderverein ein.
Die finanziellen Mittel, die anfangs einkamen, waren nicht groß, aber die Arbeit des Vereins trug dazu bei, dass fortan viele in Ost und West eine Verantwortung für Friedensau fühlten und wahrnahmen - so waren es ein Jahr nach Gründung bereits 450 Mitglieder. Heute, zwanzig Jahre später, sind es mehr als tausend.
In diesem Zeitraum sind vom Förderkreis 1.611.450 Euro an Beiträgen, Spenden und Kapitalerträge eingegangen. An Stipendien und Unterstützungen für Studenten wurden 820.512 Euro gewährt. In Projekte der Hochschule sind 556.628 Euro investiert worden.
Im Rückblick auf den Anfang des Fördervereins "Freundeskreis Friedensau" und die verflossenen 20 Jahre kann man wirklich sagen, dass Gott seine Hand über diesen Ort gehalten hat. Ihm gebührt Dank und Ehre! (Dr. Manfred Böttcher)

Passende Artikel
Kommentare

Die mit einem * markierten Felder sind Pflichtfelder.

Die Datenschutzhinweise habe ich zur Kenntnis genommen