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Zugunglück Bad Aibling: elftes Todesopfer

("Adventisten heute"-Aktuell, 12.2.2016) Nach dem schweren Zugunglück vom 9. Februar bei Bad Aibling ist die Zahl der Toten auf elf gestiegen. Einer der Verletzten, ein 47-jähriger Mann aus dem Landkreis München, verstarb in einer Klinik. 20 Menschen waren schwer verletzt worden, 62 erlitten leichte Verletzungen. Die Unglücksursache ist noch nicht geklärt, die dritte Blackbox wurde inzwischen gefunden.

20 Notfallseelsorger im Einsatz

Rund 20 evangelische und katholische Notfallseelsorger haben die betroffenen Personen betreut. Das teilte der Beauftragte für Notfallseelsorge der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern, Kirchenrat Hanjo von Wietersheim (Iphofen/Unterfranken), der Evangelischen Nachrichtenagentur idea auf Anfrage mit. Notfallseelsorger begleiteten auch Polizisten bei der Überbringung von Todesnachrichten.

Von Wietersheim zufolge haben die "Notfallseelsorge- und Kriseninterventionsteams ökumenisch und organisationsübergreifend gut zusammengearbeitet". Er sei dankbar, dass unter den schwierigen Umständen "seelsorgerlich bestmöglich geholfen worden konnte". Die Seelsorger stünden nun auch für die Nachsorge bereit, unter anderem bei Beerdigungen.

Ob es eine Selbsthilfegruppe für Betroffene geben werde, stehe noch nicht fest, so der ehemalige Polizeibeamte und ausgebildete Rettungsassistent. Weitere Seelsorger und speziell geschulte Helfer unterstützen die Rettungskräfte bei der Verarbeitung des Einsatzes. In der bayerischen Landeskirche kümmern sich rund 600 Notfallseelsorger um Opfer von Unglücksfällen und Rettungskräfte.

Adventistische Kirchenleitung kondoliert

"Die Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten in Bayern kondoliert den Angehörigen der Opfer", teilte deren Pressesprecher mit. "Wir teilen den Schmerz der Angehörigen und beten, dass Gott ihnen Trost schenkt." An die Angehörigen gerichtet, sagte Pastor Wolfgang Dorn, Präsident der Adventisten in Bayern: "Ich vertraue darauf, dass die Hinterbliebenen die nötige Unterstützung finden werden, um mit dieser furchtbaren Wirklichkeit zu leben, die sie von ihren Lieben getrennt hat. Ich trauere mit ihnen. Gleichzeitig beten wir für die vielen Verletzten und hoffen auf ihre baldige Genesung."

Die adventistischen Kirchgemeinden und ihre Institutionen in dem betroffenen Gebiet sind bereit, den vom Zugunglück Betroffenen Beistand und Unterstützung zu gewähren, teilte die Kirchenleitung in München mit.

Ökumenischer Gedenkgottesdienst am 14. Februar

Mit einem Gedenkgottesdienst am 14. Februar ab 16 Uhr in der Pfarrkirche St. Georg in Bad Aibling erinnern die katholische und die evangelische Kirche an die Opfer des Zugunglücks. Kardinal Reinhard Marx und Regionalbischöfin Susanne Breit-Keßler, die Ständige Vertreterin des Landesbischofs, halten den ökumenischen Gottesdienst gemeinsam mit Angehörigen der Opfer, Unfallbeteiligten, Rettungs- und Hilfskräften. Das Bayerische Fernsehen überträgt live aus Bad Aibling. (idea/APD/edp)
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