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Wofür zwei Comic-Helden weltanschaulich stehen

("Adventisten heute"-Aktuell, 3.6.2016) Die Evangelische Zentralstelle für Weltanschauungsfragen (EZW/Berlin) hat den US-Spielfilm "Batman v Superman: Dawn of Justice" (Batman gegen Superman: Anbruch der Gerechtigkeit) analysieren lassen. Der Film ist derzeit in deutschen Kinos zu sehen. Der Autor der Untersuchung, der Beauftragte der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern für religiöse und geistige Strömungen, Kirchenrat Haringke Fugmann (Bayreuth), kommt dabei zu einigen überraschenden Erkenntnissen. In dem Streifen bekämpfen sich zunächst die beiden Comic-Helden Batman und Superman, um anschließend gemeinsam gegen einen größeren Feind - das Monster Doomsday (Weltgericht) - vorzugehen. Die von dem Film-Bösewicht Lex Luthor geschaffene Kreatur bedroht die Menschheit. Am Ende kann das Monster nur besiegt werden, indem Superman sein Leben opfert.

Der ewige Traum von einem Menschen mit übernatürlichen Fähigkeiten

Wie Fugmann im EZW-Materialdienst schreibt, sind Comics "Geschichten außerhalb der bekannten Realität". Sie machten deutlich, "welche unsichtbaren Kräfte unser Leben beeinflussen". Fugmann sieht in dem Film eine spannende Idee umgesetzt. "Was passiert mit der Welt, wenn es zu einem Streit zwischen gläubigen Menschen und distanzierten Pragmatikern kommt, denen Religion egal ist - und bei dem die Hauptpersonen zudem verschiedene ethische Ansätze vertreten?", sagte er der Evangelischen Nachrichtenagentur idea auf Rückfrage.

In Superman sieht Fugmann ein Symbol "für den ewigen Menschheitstraum eines mit übernatürlichen Fähigkeiten ausgestatteten Menschen, der stärker ist und mehr weiß als ein gewöhnlicher Mensch und der unverwundbar ist". Im Film handele Superman nach christlichem Vorbild, indem er sich für die Menschheit opfert. Batman verkörpere dagegen die westliche Lebensweise, der nur sich selbst und der modernen Technik vertraue. Fugmann: "An Höheres - Gott, Ideale, Versprechen - glaubt er nicht mehr."

Hat der christliche Glaube keine gesellschaftsgestaltende Kraft mehr?

Lex Luthor stehe "für einen militanten, radikalen Atheismus". Für ein interessantes Gedankenexperiment hält der Theologe das erfundene Szenario des Films: "Ein in unserer Welt schwelender Konflikt, bei dem es um das Überleben der Menschheit geht, wird letztlich nicht von Gläubigen, sondern im Gegenteil von militanten Atheisten heraufbeschworen, die gegen ihre vermeintliche Unterdrückung durch die Religionen kämpfen." Nach diesem Film hat - so Fugmann - der christliche Glaube "in der popkulturellen Gegenwart keinerlei wirklichkeits- oder gesellschaftsgestaltende Kraft mehr". (idea)

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