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Wie Glaubenskurse Leben verändern

Glaubenskurse bieten Hilfestellung, um Antworten zu finden und die Grundlagen des christlichen Glaubens zu vermitteln. (Foto: Screenshot alphakurs.de)

Den eigenen Glauben an andere weiterzugeben, fällt manchmal schwer. Dabei spielen auch in der säkularisierten Gesellschaft für viele Menschen christliche Werte, die Suche nach Annahme und Halt und nicht zuletzt die Frage nach Leben und Tod eine wichtige Rolle. Eine Hilfestellung, um ihnen Antworten zu geben und die Grundlagen des christlichen Glaubens zu vermitteln, bieten Glaubenskurse. Ob Jung oder Alt, Kreativer oder Denker – für jede Zielgruppe ist etwas dabei. idea stellt drei Christen vor, deren Leben sich durch einen Glaubenskurs verändert hat.

Gewissheit: „Ja, ich will Gott in mein Leben lassen“

Wie die Katholikin Carina Lindhorst (27/Detmold) durch einen Alpha-Kurs zu einer lebendigen Beziehung zu Jesus fand.

Ohne meine Firmvorbereitung würde man mich bis heute wohl nur an Weihnachten in der Kirche sehen. Denn trotz katholischer Taufe, Erstkommunion und einigen Jahren als Messdienerin spielte ein persönlicher Glaube in meinem Leben zunächst keine große Rolle. 2009 lag dann die Einladung zur Firmung – sozusagen die „katholische Version der Konfirmation“ – in meinem Briefkasten. Gemeinsam mit einer Freundin beschloss ich, mir das einmal anzusehen. Für die Firmvorbereitung, die man in der Regel mit 15 oder 16 Jahren durchläuft, standen drei Kursformate zur Auswahl, und unsere Entscheidung fiel schnell auf „Alpha“. Mehrere Abende mit Impulsen, Gesprächsrunden und dann ein abschließendes Wochenende in Gemeinschaft – das klang nach einem interessanten Konzept. Und tatsächlich: Die Vorträge waren ansprechend und alltagsnah. Als ich nach dem Abschlusswochenende nach Hause fuhr, spürte ich: Irgendetwas in mir hat sich verändert. Ich bekam die feste Gewissheit: Ja, ich will Gott in mein Leben lassen und hören, welchen Plan er für mich hat.

Die Entscheidung für Jesus prägt heute meinen Alltag

Seitdem bin ich auch selbst aktiv bei der Firmvorbereitung dabei, habe ein paar Jahre im Leitungsteam mitgearbeitet. Heute kümmere ich mich in erster Linie um die Organisation. Weiterhin nutzen wir die Kurse von „Alpha“. An dem Konzept gefällt mir, dass man vieles ausprobieren und individuell anpassen kann. Wir im Pastoralverbund Lippe-Detmold arbeiten zum Beispiel neuerdings auch mit den „Alpha Youth Series“ – kurze Episoden, die passend zum Thema eingespielt werden und die die Jugendlichen zum Weiterdenken und Diskutieren anregen. Das kam auch bei unseren „Firmis“ gut an – bei den kirchennahen ebenso wie den eher außenstehenden. Und auch mein eigener Glaube wird durch das Ehrenamt geprägt. Ich interessiere mich für das, was in unserer Gemeinde passiert. Wenn ich in anderen Städten unterwegs bin, nehme ich Kirchen nicht mehr „nur“ aus touristischem Interesse wahr. Auch bei der Wahl des Arbeitsplatzes spielte meine bewusste Entscheidung für Jesus eine Rolle: Als Erzieherin in einem katholischen Kindergarten gehört das Reden über Gott und den Glauben mittlerweile fest zu meinem Alltag dazu.

„Der Glaubenskurs eröffnete mir eine neue Welt“

In der DDR in einem atheistischen Elternhaus aufgewachsen, spielten Kirche und Christsein für Gerlinde Wolff (55/Jena) viele Jahrzehnte keine Rolle. Doch dann weckt ein Besuch in Griechenland unvermutet ihr Interesse.

Ich bin in den 60/70ern in Wolfen in Sachsen-Anhalt aufgewachsen. In der DDR waren Sozialismus und Atheismus an der Tagesordnung. Auch vor unserer Haustür machte das nicht halt: Mein Adoptivvater war Mitglied der Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands (SED). Kirche galt bei uns als Tabuthema, denn „was die Genossen sagen, das stimmt“. So ging ich meinen Weg zunächst ohne Gott – und ich war glücklich damit. An die Schulzeit, zwei Lehren und die Geburt meines Kindes schloss sich ab 1993 ein sozialpädagogisches Studium in Jena an. Dort gründete ich ein Begegnungszentrum, damals noch für Mütter und ihre Kinder. 2013 ergab sich schließlich die Gelegenheit, eine ehemalige Kollegin mit ihrem Mann in Griechenland zu besuchen. Sie arbeiteten dort als Hauseltern und lebten mit sechs zu betreuenden Erwachsenen.
In ihrer Arbeit erlebte ich ihren Glauben, der sich täglich in einem Abendritual zeigte. Man las in der Bibel, und die Bewohner äußerten sich dazu. Zu jeder Mahlzeit sowie am Abschluss des Tages gab es ein Gebet. Den Bewohnern war es wichtig, jeden Sonntag in die Kirche zu gehen und so auch ihren Glauben zu leben. Es wurde gemeinsam gearbeitet, gesungen und musiziert, und alle waren Teil der Familie. Das hat mich sehr beeindruckt, und das bedeutet für mich Christsein. Einmal ins Nachdenken gekommen, ließ mir das auch zurück in Deutschland keine Ruhe. Kurz¬entschlossen klopfte ich so eines Tages beim nahe gelegenen Pfarrhaus der Evangelisch-Lutherischen Kirchgemeinde Jena-Nord an. Vom Pfarrer erhielt ich neben einem Neuen Testament auch direkt die Einladung zum Glaubenskurs „SPUR8“ im Lutherhaus – und sagte zu.

Ich bin positiv verändert

Gemeinsam mit einem Bekannten begab ich mich ab da also für acht Wochen jeden Mittwoch auf „Entdeckungsreise“. Für mich, die bis dahin noch nicht einmal Religionsunterricht gehabt hatte, erschloss sich in dieser Zeit eine ganz neue Welt. Jedes Treffen begann mit einem gemeinsamen Essen und einem Hauptthema zu grundlegenden Punkten wie „Wer, wie oder was ist Gott?“ oder „Wie funktioniert eigentlich glauben?“. Dann folgte der Austausch in Tischgruppen. Ich als Neuling hatte natürlich viele Fragen zum zuvor Gehörten. Gut, dass zu jeder Gruppe darum immer auch zwei „Profis“ zählten, die alles erklären konnten. Schnell lernte ich neue Leute kennen, die entweder zur Gemeinde gehörten oder wie ich noch auf der Suche waren. Nach dem Kurs schloss ich mich einem Hauskreis an, um noch mehr über die Bibel und den Glauben zu erfahren. Auch heute hilft es mir immer wieder, mich mit anderen über Gebetsanliegen auszutauschen, über Bibelverse zu sprechen und zu überlegen, was wir uns daraus für den Alltag mitnehmen können. Aus meinem ansonsten fast rein atheistischen Umfeld gibt es für meine neue Überzeugung glücklicherweise viel Akzeptanz. Vielleicht merken auch sie, dass ich seit der Entscheidung ruhiger und gelassener durchs Leben gehe, irgendwie positiv verändert bin – so, wie es auch mein Taufvers vom 12. Februar 2017 beschreibt: „Gott spricht: Ich schenke euch ein neues Herz und lege einen neuen Geist in euch“ (Hesekiel 36,26).

Ein Wunder in der Krise

Wie Jörg Falk (57/Langenfeld im Rheinland) mit Hilfe eines Alpha-Kurses eine tiefe Krise in seinem Familienleben überwand.

Mehr als 50 Jahre dauerte es, bis ich Jesus ganz bewusst in mein Herz ließ. Dabei waren Glaube und Kirche mir auch vorher nicht fremd – im Gegenteil. In einer evangelischen Gemeinde meiner Geburtsstadt Düsseldorf besuchte ich den Kindergottesdienst, ließ mich konfirmieren, war im Jugendkreis. Als junger Erwachsener suchte ich den Bezug zur Kirche. Doch viele Gemeinden, die ich mir ansah, wirkten eher lustlos, eingeschlafen, bemühten sich nicht um den Nachwuchs. Mein Lebensmittelpunkt war zu diesem Zeitpunkt meine Familie mit den Söhnen Lars und Sven. Doch dann bestand meine damalige Frau auf einer räumlichen Trennung. Sie wollte ihr Leben mit ihren beiden Söhnen und ohne mich weiterleben. Schweren Herzens suchte ich mir eine eigene Wohnung, durfte die Kinder nur noch am Wochenende sehen. Trotzdem zahlte ich während der gesamten Zeit natürlich meinen Unterhalt für alle drei. Doch als sich bei mir eine temporäre Arbeitslosigkeit ergab, stellte sich die Frage nach dem Unterhalt neu. Der mittlerweile 18-jährige Lars wandte sich daraufhin an das Jugendamt bzw. dann auf Empfehlung an einen Anwalt. Seitdem herrschte Funkstille.

Ein himmlischer Architekt, der unser Leben gestaltet

Dann kam das Jahr 2019 und mein 56. Geburtstag. Überraschend meldete sich wenige Tage zuvor Lars, inzwischen 23, und lud mich zu einem gemeinsamen Essen ein. „Ich möchte, dass du mein Leben und meine Gemeinde kennenlernst“, waren seine Worte. Nur zu gern ließ ich mich darauf ein und besuchte mit ihm einen Gottesdienst der Christengemeinde Ecclesia Langenfeld. Was soll ich sagen – genau so hatte ich mir christliche Gemeinschaft vorgestellt: Jeder ging auf jeden zu, alle waren willkommen – ohne Vorurteile. Die Predigten hatten Tiefgang und immer einen Bezug zur Gegenwart. Nach dem zweiten Gottesdienstbesuch hörte ich von Alpha. Da mich die Art und Weise sehr ansprach, entschied ich mich, am Alphakurs teilzunehmen – Lars war auch dabei. Zusammen mit etwa zwölf anderen Teilnehmern und Betreuern verbrachten wir so einen Abend in der Woche mit einem gemeinsamen Essen, gefolgt von einem christlichen Videoimpuls, über den anschließend diskutiert wurde. Spannende Themen kamen dort auf den Tisch, etwa ob es heute noch Wunder gibt.
Dieser Alpha-Kurs bewirkte dann bei mir, dass ich nach nur fünf Wochen mein Leben Jesus anvertraute. Ich machte im Gottesdienst mein Übergabegebet. Letztes Frühjahr habe ich in der Ecclesia Gemeinde, in der ich inzwischen aktives Mitglied bin, meine Frau kennengelernt. Gemeinsam haben wir dann auch einen zweiten Alpha-Kurs – speziell für Paare und zur Ehevorbereitung – besucht. Am 29. Mai 2020 haben wir während der Corona-Krise geheiratet. Dieses Wunder, aber auch das neu entstandene, tiefe Verhältnis zu mittlerweile beiden Söhnen zeigt: Für mich ist da oben ein Innenarchitekt, der unser Leben so gestaltet, wie es keiner anderer hingekriegt hätte. Man muss Gott vertrauen, auch wenn er Dinge macht, die auf den ersten Blick nicht zusammenpassen. Aber wenn man sich von ihm lenken lässt, schenkt er neue Kraft.


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