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Wenn Forscher "Gott" spielen - Embryonenforschung stößt auf heftige Kritik

("Adventisten heute"-Aktuell, 5.2.2016) Auf Proteste von Lebensrechtlern und Medizinern in Deutschland stößt die Entscheidung in Großbritannien, Genmanipulationen an menschlichen Embryonen zu erlauben. Die Stammzellforscherin Kathy Niakan hatte dazu am 1. Februar von der zuständigen Behörde die Erlaubnis erhalten. Die Wissenschaftlerin will herausfinden, welche Gene dafür verantwortlich sind, dass ein Kind gesund oder krank geboren wird. Die genveränderten Embryonen müssen, so die Vorgabe, nach dem siebten Tag vernichtet werden. Sie dürfen also keiner Frau eingepflanzt werden. Kritiker warnen, dass mit der Zulassung dieser Forschung der Weg zum sogenannten Designerbaby geebnet wird.

Kinder nicht als Forschungsmaterial betrachten

Die 1. Stellvertretende Bundesvorsitzende der "Aktion Lebensrecht für Alle", Alexandra Maria Linder (Finnentrop/Westfalen), beklagt, dass mit dem Eingriff in die menschliche Keimbahn das letzte Tabu bei Kindern vor der Geburt gebrochen werde - nach der Normalisierung von Abtreibung, Präimplantationsdiagnostik, "verbrauchender Embryonenforschung" und der Verwertung abgetriebener Kinder. Die britische Zulassungsbehörde habe einen Freibrief ausgestellt, der Kinder als Forschungsmaterial betrachte und benutze, sagte Linder auf Anfrage der Evangelischen Nachrichtenagentur idea. Das Ziel sei, den Menschen standardmäßig genetisch zu manipulieren und damit viel Geld zu verdienen. Zu den Auflagen bei den in Großbritannien zugelassenen Genmanipulationen erklärte Linder: "Wer wirklich glaubt, dass Forscher Experimente, mit denen man "Gott- spielen kann, nach ein paar Tagen freiwillig beenden, hat die Entwicklung der letzten Jahrzehnte nicht verfolgt."

Stellvertretender CDL-Vorsitzender: "Bioethischer Dammbruch"

Der Bundestagsabgeordnete Hubert Hüppe (CDU) - stellvertretender Vorsitzender der "Christdemokraten für das Leben" (CDL) - spricht von einem weiteren "bioethischen Dammbruch". Menschliche Embryonen seien Menschen und kein Experimentiermaterial. Zur Auflage für die Forschung, dass die Geburt gentechnisch veränderter Kinder und ihre spätere Fortpflanzung unterbunden werden soll, sagte Hüppe: "Damit entsteht anstelle des Lebensschutzes für die Forscher eine Pflicht zum Töten, wollen sie sich rechtstreu verhalten."

"Wort und Wissen": Jede Manipulation an menschlichen Keimen ist Tötung

Der Vorsitzende der evangelikalen Studiengemeinschaft Wort und Wissen, der Arzt Prof. Henrik Ullrich (Riesa), begründet sein Nein zu den Genmanipulationen sowohl mit ethischen und medizinischen Bedenken als auch aus christlicher Sicht: Mit dem Beginn der Verschmelzung von Ei- und Samenzelle - egal ob im Reagenzglas oder im Eileiter der Frau - beginne sichtbar die menschliche Existenz, die aber bei Gott schon viel früher begründet worden sei, wie Psalm 139 deutlich mache. Ullrich gegenüber idea: "Jede Manipulation an menschlichen Keimen ist aus dieser Perspektive als Tötung potenziellen menschlichen Lebens zu werten, der wir uns als Christen verwehren müssen. Dem Fluch der Krankheit und des Todes werden wir durch keine noch so ausgeklügelte molekularbiologische oder technologische Vorgehensweise entrinnen können, egal wie viel Menschenleben wir dabei in unserer Hybris opfern werden." (idea/nsp)

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