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Vergewaltigte Nonne vergibt den Übeltätern

("Adventisten heute"-Aktuell, 20.3.2015) Die Gruppenvergewaltigung einer katholischen Ordensfrau in Indien verschärft die religiösen Spannungen in dem hinduistisch geprägten Land. Tausende Christen gingen am 16. März in Kalkutta und anderen Städten des Bundesstaates Westbengalen aus Protest gegen die Gräueltat auf die Straßen. Führende Vertreter der hinduistischen Nationalisten wiesen gleichzeitig den Verdacht zurück, dass die Tat religiös motiviert gewesen sei. Das Opfer - eine über 70 Jahre alte Nonne - hat den Übeltätern vergeben.
In der Nacht des 14. März waren sechs Männer in eine Klosterschule im ostindischen Ranaghat (Westbengalen) eingedrungen. Sie zerrissen eine Bibel, zertrümmerten eine Jesus-Statue und raubten Bargeld, ein Mobiltelefon, einen Computer und eine Kamera. Die Diebe schlossen die Nonne in ein Zimmer ein und vergewaltigten sie. Sie musste in einem Krankenhaus behandelt werden. Schüler, die sie dort besuchten, berichteten, dass die Frau Gott ständig bitte, dass er den Männern vergebe.
Acht Tatverdächtige hat die Polizei ermittelt, doch sie ähneln nicht den Einbrechern, die eine Überwachungskamera aufgenommen hat. Die katholische Indische Bischofskonferenz verurteilte die Taten als "unmenschliche und grausame Verbrechen". Sie bat die Regierungschefin von Westbengalen, Mamata Banerjee (Kalkutta), Ordensfrauen und religiöse Einrichtungen besonders zu schützen. Bisher habe die Regierung dazu keine konkreten Maßnahmen ergriffen, beklagten Christen bei ihren Protesten.
Von den 1,25 Milliarden Einwohnern des Landes sind 82 Prozent Hindus, zwölf Prozent Muslime und mindestens drei Prozent Christen. Die übrigen sind meist Anhänger von Natur- und Stammesreligionen. (idea)

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