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Spekulationen unvereinbar mit adventistischem Verkündigungsauftrag

("Adventisten heute"-Aktuell, 30.11.2012) Aus gegebenem Anlass (Vortrag von Walter Veith am 20. Oktober 2012 in Nürnberg) gaben die Vorstände der Kirchleitungen der Siebenten-Tags-Adventisten in Deutschland (Nord- und Süddeutscher Verband), in Österreich und der Schweiz (Deutschschweizerische Vereinigung) am 7. November 2012 eine weitere Stellungnahme zu jeder Form des Antisemitismus ab. Darin distanzierten sich die Kirchenleitungen von Äußerungen und Verschwörungstheorien, die aus deren Sicht "einer strafrechtlichen Verharmlosung der nationalsozialistischen Schreckensherrschaft sehr nahe" kämen (Wortlaut der Erklärung siehe Link unten).
Walter Veith reagierte auf diese Stellungnahme, indem er u. a. schrieb:

Ich darf Euch versichern, Brüder, dass ich beim besten Willen kein Antisemit bin. Jede Form von Rassismus ist mir ein Gräuel, und als jemand, der in Südafrika aufgewachsen ist, habe ich die Problematik aus erster Hand miterlebt und mich mein Leben lang leidenschaftlich gegen rassistische Ungerechtigkeit eingesetzt. [...] Wie die Juden zudem in Deutschland und übrigens auch von vielen anderen Nationen behandelt wurden, kann man nur als teuflisch beschreiben [...]


Da einige meine Ausführungen ganz offensichtlich als abwertend gegenüber den Juden missdeutet haben, möchte ich noch einmal betonen, dass dies nicht meine Absicht war, und ich bitte aufrichtig um Entschuldigung, wenn es so angekommen ist.




Nach dieser Reaktion erklärten die Vorstände der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten im Nord- und Süddeutschen Verband (Hannover/Ostfildern) am 26.11.2012:

Wir nehmen diese Stellungnahme von Walter Veith zur Kenntnis. Gleichzeitig weisen wir darauf hin, dass wir nicht behauptet haben, Walter Veith sei ein Antisemit oder Rassist. In unserer Stellungnahme wird zum Ausdruck gebracht, dass Aussagen von ihm in seinem Vortrag "Der König des Nordens, Teil 2" als antisemitisch und diskriminierend verstanden werden können. Das deckt sich mit diesbezüglichen Zuschriften, die wir erhielten. Da der Ruf unserer Freikirche ernsthaft in Gefahr geriet, haben wir umgehend gehandelt.


Inhaltlich wird in dem Vortrag die These vertreten, dass Freimaurer und Jesuiten die NS-Zeit genutzt hätten, um die Juden endlich nach Palästina zu bringen, damit die Christenheit von den eigentlichen biblischen Aussagen abgelenkt und in die Irre geleitet werde. Was Walter Veith behauptet, ist nicht belegbar und daher als Verschwörungstheorie einzuordnen und gleichzeitig eine Missachtung der jüdischen NS-Opfer.


Wir sehen als Freikirche in derartigen waghalsigen Konstruktionen und Spekulationen nicht unseren Verkündigungsauftrag. Das führt, wie es sich jetzt gezeigt hat, nur zu unnötigen Missverständnissen und reiht Walter Veith, ohne dass er es beabsichtigt, in die Argumentationsweise bekennender Antisemiten und Rechtsradikaler ein. Deshalb auch das erneute Bekenntnis der Freikirchenleitung gegen jede Form des Antisemitismus.


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