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Sonntags hört ein ganzes Dorf die Andacht der Pfarrerin

Die Pfarrerin will die Lautsprecherandacht zukünftig beibehalten. (Foto: Kurt Michel/ pixelio.de)

Während der Corona-Pandemie hören die rund 550 Einwohner des Dorfes Neunkirchen (Westerwald) an jedem Sonntagvormittag eine Kurzandacht, die die evangelische Pfarrerin Anja Jacobi über die 60 Jahre alte Dorfsprechanlage überträgt. Über das gesamte Dorf sind 30 Lautsprecher verteilt. Wie sie der Evangelischen Nachrichtenagentur idea sagte, hat sie eigentlich mit Widerstand aus der Bevölkerung gerechnet. Doch ihr 15-minütiges Angebot sei bisher nur auf Zustimmung gestoßen. Seit Gründonnerstag bietet sie diesen Service an. Jede Andacht beginnt mit einem mit dem Handy aufgenommenen Orgelvorspiel. Jacobi: „Danach gibt es einen kurzen geistlichen Impuls; ich lese einen Psalm, spreche ein persönliches Gebet und schließe mit dem Vaterunser und dem Segen. Das Ganze dauert rund 15 Minuten.“

2.000 Mitglieder in elf Dörfern

Zu der Kirchengemeinde von Jacobi gehören 2.000 Mitglieder in elf Dörfern. In Neunkirchen, wo sie selber lebt, seien rund 300 Einwohner Kirchenmitglieder. Etwa zehn Prozent hätten vor der Pandemie regelmäßig die Gottesdienste besucht. Die Pfarrerin will die Lautsprecherandacht zukünftig beibehalten. Denn auch wenn Gottesdienste wieder erlaubt seien, rechnet sie damit, dass gerade die älteren Gemeindemitglieder nicht zum Gottesdienst kommen: „Denn viele gehören zur Risikogruppe.“

Genehmigung vom Ortsbürgermeister

Ortsbürgermeister Hartmut Schwarz (CDU) hat der Kirchengemeinde ausdrücklich erlaubt, die Lautsprecheranlage benutzen zu dürfen. Neben den Gottesdiensten kommt die Anlage für Durchsagen, bei Festen und für die Vereine zum Einsatz. Schwarz: „Für die Leute, die hier wohnen, gehört sie zum Dorfleben dazu.“ Jacobi ist Pfarrerin der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau.


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