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Nachruf Heinrich Frese (1928-2014)

("Adventisten heute"-Aktuell, 13.6.2014) Mit Heinrich Frese ist am 15. April 2014 ein Mitarbeiter gestorben, der zu der Generation von Nachkriegsgemeindegründern gehörte, deren Andenken und Vermächtnis nicht vergessen werden darf.
Seine Kindheit in Hagen war geprägt von den Erfahrungen eines Lebens in Deutschland zwischen den beiden großen Kriegen: Volksschulausbildung und kaufmännische Lehre im Schatten der Wirtschaftskrise und der Machtergreifung der Nationalsozialisten.
Noch kurz vor Kriegsende wurde er als 17-Jähriger nach Ostpreußen geschickt. Eine Erfrierung am Fuß stellte sich als lebensrettend heraus, denn dadurch war für ihn der Krieg zu Ende und das bewahrte ihn vor weiterem Schaden.
Die Adventisten lernte Heinrich Frese durch seine Tante kennen. Das Unterfangen, ihre Lehren - besonders den Sabbat - gründlich zu widerlegen, hatte zur Folge, dass er sich im März 1948 taufen ließ. Wie bei vielen Adventisten seiner Generation führten Sabbatschwierigkeiten dazu, dass er Buchevangelist wurde. Heinrich Frese begann die Predigerausbildung in Neandertal und beendete sie 1953 auf dem Seminar Marienhöhe. 1954 heiratete er Martha Grabenhorst, die er bereits bei seinen ersten Kontakten zur Adventgemeinde kennengelernt hatte. Sie bekamen zwei Töchter.
Die Stationen seines 37-jährigen Pastorendienstes waren Bremen, Braunschweig, Goslar, Lübeck und Itzehoe. Zwischendurch war er auch als Buchevangelistenleiter tätig.
Mit zwei Anliegen wird Heinrich Frese in Erinnerung bleiben: erstens die Mission. Sie war seine große Leidenschaft und er entwickelte dafür kreative Ideen. In Goslar hielt er über 100 Beerdigungen von meist konfessionslosen Menschen, um die ihn ein Bestatter bat. Er war ein Vorreiter der Idee des Bibeltelefons, nutzte also die Medien der damaligen Zeit. Für die Verbreitung von Kassetten mit wertvollen Vorträgen und Predigten baute er eine Kopieranlage, mit der er über 20.000 Tonträger vervielfältigte. Das zweite Anliegen war der Gemeindebau - im ganzheitlichen Sinne. Viele hundert oder gar tausend Stunden handwerkliche Arbeit verwandte er für den Bau der Kapelle in Lübeck. Als die Adventgemeinde Itzehoe am Sitz des Lebensabends von Martha und Heinrich ein Zuhause brauchte, krempelte er erneut die Ärmel hoch und baute unter hohem privaten Einsatz erneut eine Kapelle. Am Ende seines Lebens versagte seine Lunge. Er und sein Arzt vermuteten, dass die giftigen Materialien, denen er beim Kapellenbau in den 70er Jahren ausgesetzt war, irreparable Schäden angerichtet hatten. Ein bekanntes Lied beginnt mit den Worten: "Ein Leben, gegeben für den Herrn der Welt" ( Leben aus der Quelle 306). Heinrich Frese hat uns das vorgelebt und uns gelehrt, dass allein Gott die Ehre gebührt.Wir wünschen Martha Frese und ihrer Familie Gottes Trost und uns allen ein baldiges Wiedersehen bei der Wiederkunft Christi. (Hansa-Vereinigung der STA)

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