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Mehr Mut zum Glauben

("Adventisten heute"-Aktuell, 24.6.2016) In Deutschland sollte es wieder selbstverständlich sein, sich als Christ in der Öffentlichkeit zu seinem Glauben zu bekennen. Diese Ansicht vertritt der Vorsitzende des Evangelischen Arbeitskreises (EAK) der CSU, Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt (München), in einem Gastbeitrag für das Magazin "Bayernkurier" der CSU. Wie er weiter schreibt, kennen immer weniger Deutsche die religiöse Bedeutung der christlichen Feiertage. Das führe dazu, dass "das Skelett des Wertegerüsts verloren" gehe. Seinen Beobachtungen zufolge gibt es einen "wahrnehmbaren Trend", die Feiertage anders zu benennen. Als Beispiele nennt er unter anderem Überlegungen, Weihnachten als "Jesus-loses Winterfest" oder Ostern als "Frühlingsfest" zu bezeichnen. Das seien neben der zurückgehenden Zahl von Kirchenmitgliedern ein Zeichen für "gesellschaftliche Verflachung und Beliebigkeit".

Schmidt: Christen, bekennt euren Glauben!

Laut Schmidt ist Glaube keineswegs nur Privatsache. Er sollte selbstbewusst in der Öffentlichkeit gelebt werden. Er selbst sei in seinem Glauben tief verwurzelt: "Ich lebe seine Bräuche und Traditionen, begehe die Kirchenfeste bewusst, beschäftigte mich mit dem Hintergrund der Feiertage und gehe sonntags gerne in den Gottesdienst." Da der Staat und die Gesellschaft auf der christlich-abendländischen Tradition gründen, müssten Kirchen "ihren Beitrag leisten, die Grundlinien einer christlich-jüdisch strukturierten Gesellschaft zu erhalten". Dazu gehöre besonders die Verkündigung des Evangeliums, so Schmidt. Aber auch die Bürger müssten für mehr Mut zum Glauben werben. Da rund zwei Drittel aller Deutschen einer der Kirchen angehörten und mehr Menschen Gottesdienste als Fußballstadien besuchten, stecke im Christentum "viel mehr Leben und Kraft, als uns die Medien oft glauben machen möchten. Man muss es nur alltäglich leben und bekennen".

Reformationsjubiläum sollte ein glaubwürdiges Zeichen für die Einheit sein

Schmidt äußerte sich ferner zum 500-jährigen Reformationsjubiläum 2017. Während bei früheren Feiern die konfessionelle Abgrenzung im Vordergrund gestanden habe, solle das kommende Jubiläum von Offenheit, Freiheit und Ökumene geprägt sein. Das Fest sei für Katholiken und Protestanten eine Chance, das Evangelium von Jesus Christus neu zu entdecken: "Es wäre schön, wenn wir auf diesem Weg einen weiteren Schritt aufeinander zugehen, uns gegenseitig helfen und voneinander lernen würden". Dann würde es ein Reformationsfest für alle werden und ein glaubwürdiges Zeugnis für die Einheit der Christen. (idea)

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