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Kenia: Muslime retteten Christen das Leben

("Adventisten heute"-Aktuell, 25.12.2015) Pastor Robert S. Folkenberg, von 1990 bis 1999 Präsident der Weltkirchenleitung der Siebenten-Tags-Adventisten, ist am 24. Dezember 2015 in Winter Haven (Florida, USA) im Alter von 74 Jahren gestorben. Als Folkenberg am 11. Juli 2015 per Videoschaltung aus San Antonio (Texas, USA) in seinem Wohnort in Florida vom amtierenden Präsidenten Ted Wilson kontaktiert wurde und die Besucher der Weltsynode im Alamodome begrüßte, war er erkennbar von Krankheit (Darmkrebs) gezeichnet.

Ein fliegender Missionar

Am 1. Januar 1941 in Puerto Rico als Sohn eines Missionarsehepaares geboren, wuchs Folkenberg in den Vereinigten Staaten und in Kuba auf. Nach seinem Studium im Atlantic Union College (USA), im Newbold College (England) und in der Andrews University (USA) verbrachte er die meiste Zeit seines Kirchendienstes in Lateinamerika. 1970 gründete er ein Krankenhaus der Freikirche in Honduras und leitete es bis 1973. Er war mitverantwortlich für den Auf- und Ausbau adventistischer Mittelwellen- und UKW-Radiostationen in Guatemala, in der Dominikanischen Republik, in Costa Rica, auf Haiti, Puerto Rico, Guadeloupe und Martinique. Als begeisterter Pilot sammelte er in dieser Zeit über 2.000 Flugstunden.

Innovationsfreudiger Präsident

Während der Weltsynode (Generalkonferenz-Vollversammlung) der adventistischen Kirche 1990 in Indianapolis (Indiana, USA), die damals über zehn Millionen erwachsene getaufte Mitglieder zählte, wurde er zum Präsidenten der Weltkirche gewählt.

Während seiner Präsidentschaft bis Februar 1999 förderte er weltweit den Einsatz moderner Kommunikationsmedien in der Kirche, so führte er zum Beispiel CompuServe, das damals weltweit größte Online-Portal und Wegbereiter für die Nutzung des Internets in Privathaushalten, ein.

In seiner Dienstzeit als Präsident jährte sich 1994 die Enttäuschung der auf das zweite Kommen Jesu wartenden Milleriten zum 150. Mal. Aus diesem Anlass schrieb Folkenberg das Buch "We Still Believe!" (Wir glauben noch!), das im selben Jahr im Advent-Verlag (damals Hamburg, heute Lüneburg) erschien. Damit wollte er seine Überzeugung teilen, "dass der Lauf der Zeit nichts von unserer Glaubensgewissheit weggenommen hat. Die -Verzögerung- hat tatsächlich lange gedauert. Wir hatten damit gerechnet, längst im Reich Gottes zu sein. Aber immer noch gilt: -... wir haben an Christus Anteil bekommen, wenn wir die Zuversicht vom Anfang bis zum Ende festhalten.-" (Hebräer 3,14)

Seine Vision: Jeder Adventist ein Missionar!

Am stärksten schlug Folkenbergs Herz für die weltweite Mission bzw. Evangelisation. Dank der Initiative "Global Mission" entstanden weltweit Tausende von Gemeinden. Für ihn war das missionarische Engagement eines jeden Gemeindegliedes keine Option, sondern Pflicht. Sein Einsatz für die weltweite Mission steigerte sich noch, nachdem er im Februar 1999 aus seinem Amt zurücktrat: Er gründete und leitete die Initiative "Share Him", mit der die Ausbildung und der weltweite Einsatz von Nicht-Theologen als Evangelisten ermöglicht wurden. Auch im deutschsprachigen Raum nahmen zahlreiche Adventisten aller Altersstufen und Berufe dieses Angebot an, Kurzevangelisation auf allen Kontinenten der Welt zu halten.

Sowohl sein Nachfolger als Präsident der Weltkirche, Pastor Jan Paulsen, als auch der derzeitige Präsident Ted Wilson, betonten in ersten Stellungnahmen Folkenbergs Innovationsgeist und seine Begeisterung für die Mission.

Innerhalb seiner Familie trauern u. a. seine Frau Anita Emmerson, sein Sohn Robert Jr., seine Tochter Kathi und fünf Enkelkinder. Robert Folkenberg Jr. ist Präsident der Kirche der Siebenten-Tags-Adventisten in China.

Die Trauerfeier wird am 10. Januar in der Avon Park Seventh-day Adventist Church in Florida stattfinden. Die Familie freut sich, wenn - anstelle zugedachter Blumen - für die Arbeit von "Share Him" gespendet wird. (ANN/edp) www.sharehim.org

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