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Kalifornien: Waldbrände zwingen adventistisches College und Krankenhaus zu Evakuierung

Blick von der adventistischen Rio-Lindo-Akademie auf die Waldbrände, die in Gebieten Nordkaliforniens wüten. (© Foto: Denise Tonn/Adventist Review)

Seit Freitag, dem 21. August 2020 sind mehrere Einrichtungen und Institutionen der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten in Nordkalifornien/USA evakuiert worden. Einige Tage zuvor waren Waldbrände ausgebrochen, die durch mehr als 10.000 Blitzeinschläge aufgrund der ungewöhnlichen Hitzewelle und Stürme in der Region verursacht wurden.

Waldbrände im Napa Valley, Kalifornien/USA

Berichten zufolge haben die Waldbrände aufgrund der Blitze im Napa Valley mehr als 81.000 Hektar Fläche verbrannt. Mindestens vier Menschen in der Bay Area wurden als tot gemeldet und weitere wurden durch Brände verletzt. Die Flächenbrände werden oft nach der Gegend, einer Straße, einem See oder Berg benannt, in der sie zuerst auftreten. Mehrere Brände können an einem Ort ausbrechen, z. B. wenn ein Blitz in einem bestimmten Gebiet mehrmals einschlägt. In diesem Fall werden diese Brände als „Komplex“ bezeichnet, der oft den Namen des größten Brandes in der Gruppe trägt. Das Gebiet, in dem sich die adventistischen Einrichtungen befinden ist die Gegend um Lake Hennesey und Napa Valley (LNU). Die durch Blitzeinschlag verursachten Brände tragen daher den Namen LNU Lightning Complex (Blitzeinschlagskomplex im Gebiet LNU). Viele Bewohner im LNU Lightning Complex wurden evakuiert, darunter auch diejenigen, die auf und in der Nähe des Campus des Pacific Union College (PUC) leben.  Das adventistische Krankenhaus in St. Helena hat Patienten in nahe gelegene medizinische Einrichtungen evakuiert.

Pacific Union College evakuiert

Als Reaktion auf den Brand im LNU-Lightning Complex wird das PUC derzeit zusammen mit der umliegenden Ortschaft Angwin zwangsevakuiert. Bei der Evakuierung handelt es sich um eine Vorsichtsmaßnahme, da das Feuer Angwin, wo sich PUC befindet, in Richtung Süden gefährden könnte. In einer Erklärung, die auf der Website des Colleges veröffentlicht wurde, hieß es, dass „derzeit keine unmittelbare Gefahr für den Campus besteht und dass alle Dozenten, Mitarbeiter und Studenten zu diesem Zeitpunkt in Sicherheit sind“. Fünfundzwanzig Studenten befanden sich auf dem Campus, als sie am Mittwoch, dem 19. August, bis 18.30 Uhr Ortszeit evakuiert wurden. Fast 300 PUC-Angestellte und ihre Familien wurden ebenso evakuiert wie der Rest der schätzungsweise 3.000 Einwohner von Angwin. College-Mitarbeiter teilten mit, dass die Häuser von mindestens zwei PUC-Familien durch das Feuer beschädigt oder vollständig zerstört wurden.

St. Helena Adventist Hospital evakuiert

Das St. Helena-Krankenhaus mit 151 Betten wurde am gleichen Abend ebenfalls evakuiert, nachdem das kalifornische Ministerium für Forstwirtschaft und Brandschutz einen obligatorischen Evakuierungsbefehl erlassen hatte. Auf seiner Website berichtete das Krankenhaus, dass „in Übereinstimmung mit dem Erlass, alle chirurgischen, Labor-, Bildgebungs- und anderen Verfahren, die auf dem Krankenhausgelände geplant waren, bis auf weiteres abgesagt werden“. Alle Patienten seien sicher in andere Einrichtungen umgesiedelt worden. „Unsere Patienten werden gut versorgt und sind sicher. Bitte begleiten Sie unser Team und ihre Familien mit Ihren Gebeten", so die Krankenhausleitung. Zusätzlich zur Evakuierung des Krankenhauses wurden mehr als 300 Mitarbeiter aus ihren Häusern evakuiert. Das Gesundheitsnetzwerk Adventist Health leistet darüber hinaus Notfallhilfe für Mitarbeiter.  Außerdem steht ein Krisenfonds von Advent Health zur Verfügung. Der Fonds wurde im vergangenen Jahr ins Leben gerufen, um Mitarbeitern bei verheerenden Katastrophen oder Notlagen, einschließlich der Waldbrände in Kalifornien, zu helfen. „Gemeinsam können wir sicherstellen, dass unsere Mitarbeiter im Gesundheitswesen die notwendige Unterstützung erhalten, die sie brauchen", erläutert ein Mitarbeiter.

Ellen G. White Museum in Elmshaven evakuiert

Elmshaven, ein historischer Ort der Adventisten und ehemaliges Wohnhaus der Mitbegründerin der Adventistenkirche, Ellen G. White, ebenfalls in St. Helena, wurde evakuiert. Das Hausmuseum wurde 1993 zum Nationalen Historischen Denkmal der USA erklärt. Obwohl im Gebiet der adventistischen Kirchenleitung von Nord-Kalifornien (NCC) etwa 25 Waldbrände wüten, wurden keine Kirchen, Schulen oder Gebäude innerhalb der NCC beschädigt. Alle Pastoren, Lehrer und Mitarbeiter in der Kirchenverwaltung, denen die Evakuierung befohlen wurde, sind in Sicherheit. „Wir beobachten die Situation genau", sagte Marc Woodson, Präsident der NCC. „Obwohl einige unserer Mitarbeiter und Kirchenmitglieder evakuiert wurden, danken wir Gott dafür, dass er sie in Sicherheit gebracht hat", sagte Marc Woodson.

Zeltplatzgelände wird Notfallzentrum

Die Kirchenleitung berichtete weiter, dass sie vom Bezirk Santa Cruz gebeten wurde, den Bewohnern, die wegen der Brände im Lighning Complex von Santa Cruz evakuiert werden mussten, zu erlauben, vorübergehend in das Soquel Conference Center umzuziehen. Das Soquel Konferenzzentrum ist ein großer Zelt- und Lagerplatz für bis zu 10.000 Personen. 15 fahrbare Großraumcontainer wurden bereits für die Evakuierten dort aufgestellt.

Adventistischer Pilot bei Löscharbeiten tödlich verunglückt

Nach Angaben der US Fortverwaltung verunglückte der adventistische Pilot Tom Duffy während eines Löscheinsatzes mit einem Hubschrauber im Mount Hood National Forest im Norden des Bundesstaates Oregon. Der vierzigjährige Duffy gehörte dem Leitungsgremium der Freikirche in Montana und der überregionalen Kirchenleitung im Gebiet der Nordpazifikküste an. Er kam bei dem Absturz ums Leben und hinterlässt Frau Robyn und drei Kinder.


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