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Ist der Islam eine Religion des Friedens oder der Gewalt?

("Adventisten heute"-Aktuell, 19.9.2014) Terrororganisationen wie der "Islamische Staat" (IS) im Irak und in Syrien oder Boko Haram in Nigeria berufen sich bei ihren Gräueltaten wie Hinrichtungen, Vergewaltigungen und Vertreibungen auf den Koran. Deutsche Muslimverbände distanzieren sich von diesen Übergriffen und weisen darauf hin, dass der Islam eine im Grunde friedliche Religion sei. Was stimmt? Gegenüber der Evangelischen Nachrichtenagentur idea (Wetzlar) äußern dazu eine ehemalige Muslima, die zum Christentum übergetreten ist und als Pastorin arbeitet, und ein islamischer Religionspädagoge gegensätzliche Ansichten.

Der Islam fordert die Unterwerfung Andersgläubiger

Nach Einschätzung der Leiterin der persischen Gemeinde "Neuer Bund" in Frankfurt am Main, Mahin Mousapour, tritt der Islam so lange als friedliche Religion auf, wie er in der Minderheit sei. Sobald er die Oberhand habe, zeige er sein wahres Gesicht: Er fordere die Unterwerfung Andersgläubiger. Nach der islamischen Lehre werde so lange Blut vergossen, bis der Islam die Weltherrschaft übernommen habe. Und so verteidigten Moslems im Westen ihren Glauben als friedlich und beriefen sich dabei auf die Sure 2,256: "Es gibt keinen Zwang im Glauben." Wo sie dagegen die Mehrheit stellten, komme es nicht zufällig zu Übergriffen. Ein radikaler Islamlehrer der Boko Haram in Nigeria oder des IS im Irak werde daher seinen Anhängern andere Verse lehren, um aus ihnen stolze Mörder zu machen. Mousapour verweist dazu auf die Sure 9,5: "... tötet die Ungläubigen, wo ihr sie findet, greift sie, umzingelt sie und lauert ihnen überall auf!"

Konvertierte Pastorin: Islamisten bedrohen uns

Nach Ansicht der Pastorin akzeptiert der Islam die Menschenrechte immer nur unter dem Vorbehalt der islamischen Gesetzgebung, der Scharia. Das erlebe sie sogar in Frankfurt am Main. Ihre Gemeinde werde von Islamisten verfolgt, die Mitglieder eingeschüchtert. Mousapour: "Sie bedrohen uns, weil Muslime sich nicht zum Christentum bekehren dürfen." Die Theologin: "Diese Islamisten gebrauchen die Demokratie in Deutschland, um das Land zu islamisieren. Sie haben überhaupt keine Angst vor dem deutschen Gesetz und unterdrücken uns als Christen in Europa!"

Islamischer Religionspädagoge: Barmherzigkeit steht im Mittelpunkt

Anderer Auffassung ist der am Centrum für Religiöse Studien der Universität Münster tätige Dozent für islamische Religionspädagogik, Prof. Mouhanad Khorchide. Es sei bitter, dass die Terrormiliz IS sich bei Massenhinrichtungen von Zivilisten auf den Islam und den Koran berufe. Die Extremisten rissen dabei die Verse aus dem textlichen und historischen Zusammenhang, um ihr Vorgehen religiös zu begründen. Khorchide: "Der Koran, ähnlich wie die Bibel, wurde in einem bestimmten historischen Kontext verkündet und spricht bestimmte Ereignisse an, darunter auch kriegerische Auseinandersetzungen im 7. Jahrhundert auf der arabischen Halbinsel." Wer diesen Zusammenhang nicht beachte, missbrauche den Koran. Von seinem Selbstanspruch her stehe darin die Barmherzigkeit Gottes im Mittelpunkt. Khorchide zufolge kann die islamische Theologie verhindern, dass Gewalt in den heiligen Schriften als Legitimation für Gewalt im Namen der Religion genutzt werde. Die Praxis aber zeige, "dass das Problem damit nicht gänzlich eingedämmt werden kann". Denn Gewalt sei kein rein religiöses, sondern auch ein politisches und soziales Phänomen. Nötig seien neben theologischer Aufklärung auch politische und soziale Maßnahmen gegen Gewalt. (idea)

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