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Indien: Übergriffe auf Christen erreichen "alarmierendes Niveau"

("Adventisten heute"-Aktuell, 12.8.2016) In Indien haben die Übergriffe auf Christen ein alarmierendes Niveau erreicht. Dieser Ansicht ist der Koordinator des Vereins zur Linderung von Verfolgung in Indien, Tomson Thomas (Mumbai). Wie er dem christlichen Informationsdienst World Watch Monitor sagte, werden derzeit täglich mindestens 30 Angriffe gemeldet. Besonders schlimm sei die Situation in Bundesstaaten, in denen die hindu-nationalistische Partei BJP regiere.

Am 17. Juli hätten mehrere extremistische Hindus in Kamarud (Bundesstaat Chhattisgarh) den christlichen Studenten Umesh Patel, dessen Vater Sudhama Patel, sowie einen Familienfreund, Kiran Vishwakarma, wegen ihres Glaubens brutal angegriffen. Sie mussten im Krankenhaus behandelt werden. Am 22. Juli entführten Unbekannte die 14-jährige Sangeeta Siri, vergewaltigten und ermordeten sie. Ihre Leiche wurde in einem Wald nahe Jattarbeda (Bundesstaat Chhattisgarh) gefunden. Ihr Vater vermutet, dass sie umgebracht wurde, weil ihre Familie Christen sind. Bereits in der Vergangenheit seien sie deswegen oft bedroht worden.

"Hier werden staatliche Institutionen missbraucht, um Christen zu verfolgen"

Am 21. Juli stürmten radikale Hindus ein Gebetstreffen einer Pfingstgemeinde in Mauganj und entführten den Pastor sowie ein Gemeindeglied. Später fesselten sie Pastor Rampal Kori und Nand Lal an einen Baum und schlugen sie mit Knüppeln. Sie warfen ihnen vor, Hindus zum Christentum bekehren zu wollen. Als die Polizei am nächsten Morgen eintraf, verhaftete sie die beiden Christen. Sie hätten die religiösen Gefühle von Hindus verletzt und gegen das geltende Antibekehrungsgesetz verstoßen zu haben. Erst nach sechs Tagen seien sie gegen Kaution freigelassen worden.

"Hier werden staatliche Institutionen missbraucht, um Christen zu verfolgen", kritisierte Thomas. "Fundamentalisten verprügeln Christen und benutzen dann die Polizei, um sie weiter zu peinigen." Von den 1,25 Milliarden Einwohnern Indiens sind 82 Prozent Hindus, zwölf Prozent Muslime und mindestens drei Prozent Christen. (idea/nsp)

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