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Heiße Themen - kleine Pausen

Die Frühjahrssitzung des Exekutivausschusses der Euro-Afrika-Division der Siebenten-Tags-Adventisten (EUD), die seit Jahrzehnten in Krattigen (am Thunersee, Schweiz) stattfand, wurde in diesem Jahr erstmalig in Freudenstadt statt abgehalten, und zwar vom 20.-22. Mai.

Auf der Agenda standen diesmal 87 Punkte (2011: 78), eine Stadtbesichtigung für unsere ausländischen Gäste stand weder auf dem Programm, noch gab es dafür Zeit. Es war wieder eine echte Sitzung - am zweiten Tag von 8 bis 21 Uhr mit nur sehr kurzen Pausen!

Die 52 Teilnehmer (einschließlich zwei Referenten, einer Übersetzerin und einer Sekretärin) nahmen Informationen und Berichte entgegen, beschlossen Tagungen und Jahrespläne, verabschiedeten bisherige Vorsteher und begrüßten Neugewählte, dachten über einige Missionsaktivitäten nach und diskutierten sogar über den einen oder anderen Punkt - sofern es die Zeit zuließ.

Programme, Pläne, Tagungen

Hier ein paar Aktionen/Pläne im Telegrammstil:

  • Die Gebetsaktion 777 (an sieben Tagen in der Woche für sieben Menschen um sieben Uhr morgens oder abends beten) wird um ein 10-tägiges Beten um den weltweiten Spätregen vom 9. bis 19. Januar 2013 erweitert (siehe www.unitedprayer247.com).
  • Bezüglich der Arbeit für die Großstädte wurden die geplanten Einsätze in New York und Genf vorgestellt (insgesamt sollen es weltweit 650 sein). Für New York werden weiterhin Evangelisten gesucht, die in ihrer Muttersprache an einem Einsatz vom 7.-29. Juni 2013 mitmachen (siehe www.NY13.org). Gerade ist eine neue Kompilation aus dem Schrifttum von Ellen G. White zu diesem Thema erschienen ( Ministry to the Cities ).
  • Im März 2013 soll eine Tagung in Italien mit dem Ziel stattfinden, die Synergien der verschiedenen Abteilungen unserer Kirche besser zu nutzen.
  • Der vierte Sabbat im Monat Mai wird zum Gebetstag für Kinder in Not erklärt - das nächste Mal also am 25. Mai 2013 (vgl. auch: www.worldweekendofprayer.com).
  • Die Jugendabteilung plant einen Europäischen Jugendkongress (aller drei europäischer Divisionen) für 2013 (30.7.-4.8.). Außerdem wird ab jetzt der erste Sabbat der Jugendgebetswoche zum weltweiten Tag der Jugendmission erklärt (World Youth Day of Mission, nächstes Mal also am 16. März 2013).
  • Im September 2013 wird erstmalig eine Tagung zum Thema Gottesdienst und Liturgie stattfinden (Worship Convention).
  • Die Abteilung Frauen wird 2014 einen EUD-Kongress in Deutschland durchführen.
  • ADRA will bei ihrer Arbeit darauf achten, die Familien mehr in den Mittelpunkt ihrer Hilfe und Einsätze zu stellen.

Den größten Gesprächsbedarf gab es bei zwei Themen: die Arbeit der Jugendorganisation GYC in Europa und die Ordination von Frauen als Pastorinnen.

Die US-amerikanische Laien-Jugendorganisation "Generation of Youth for Christ" (GYC, http://gycweb.org/) veranstaltet im Juli 2012 eine Konferenz in Linz, Österreich (siehe Bericht darüber demnächst in Adventist World , Juli, S. 22-23). Offensichtlich weitete sich diese zuerst für Österreich geplante Veranstaltung zu einem gesamteuropäischen adventistischen Jugendkongress aus, ohne dass die nötigen Absprachen und Abstimmungen zwischen den Organisatoren und der Jugendabteilung beider Divisionen (TED und EUD) stattgefunden hätten, was zu Irritationen und Spannungen geführt hat.

Immer noch ein heißes Thema: die Ordination von Frauen

Was die Ordination von Frauen als Pastorinnen betrifft, so kam die Zerrissenheit deutlich zum Vorschein, in der sich viele der Anwesenden (einschließlich der EUD-Leitung) befinden: Einerseits befürworten sie die (biblische) Gleichbehandlung von Pastoren und Pastorinnen, andererseits steht der Beschluss der Delegierten des Norddeutschen Verbandes (NDV) Ende April in Geseke im Widerspruch zu den derzeit geltenden Richtlinien der weltweiten Kirche ( Working Policy ). Aus diesem Grund empfahl die EUD-Leitung, den Klärungsprozess bis Sommer 2015 abzuwarten, damit die tagenden Ausschüsse und Arbeitskreise die Frage der Ordination umfassend behandeln können. So ist z. B. eine Studie in Vorbereitung, die u. a. folgende Aspekte behandelt:

  • Die biblische Terminologie und die Bedeutung der Beauftragung zum Predigtamt.
  • Das adventistische Verständnis der Beauftragung zum Predigtamt.
  • Die Beauftragung zum Predigtamt während der Reformation.
  • Die Handhabung der Beauftragung zum Predigtamt in den Anfängen des Adventismus.
  • Das biblische Verständnis des Allgemeinen Priestertums.
  • Geistliche Dienste und Geistesgaben im Neuen Testament.
  • Empfehlungen für die Handhabung der Beauftragung zum Predigtamt.Die Diskussion über die Ordination von Frauen in der Kirche der Siebenten-Tags-Adventisten - ein Überblick.

Nach einer engagierten Diskussion wurde die Empfehlung der Leitung der EUD mehrheitlich angenommen, die Verbände und Vereinigungen mögen ihre Entscheidungen bezüglich der Ordination [zum Pastorenamt] in Harmonie mit den Regeln der Weltgemeinschaft treffen. Zugleich werden alle Gemeindeglieder und Führungskräfte ermutigt, sich am Studium dieses Themas zu beteiligen, das von der Weltkirchenleitung (Generalkonferenz) angestoßen worden ist.

Tiefe Einsichten in "Der große Kampf" von E. G. White

Diesmal war kein Gast von der Generalkonferenz anwesend (was höchst selten vorkommt), dafür je ein Dozent aus Bogenhofen (Österreich) und Villa Aurora (Italien), um die Thematik "Der große Kampf" von Ellen G. White zu behandeln (damit waren sowohl das gleichnamige Buch als auch das Konzept des großen Kampfes zwischen Christus und Satan gemeint).

Dr. Frank M. Hasel (Dekan des Theologischen Seminars Bogenhofen) referierte zweimal über die Hintergründe der Ausgangsvision, die zur ersten Fassung dessen führte, was sich später zu einem fünfbändigen Werk entwickelte (die Konflikt- bzw. Entscheidungsserie, die sich vom Fall Satans im Himmel bis zur Neuen Erde erstreckt).

Dr. Hanz Gutiérrez (Dekan des Theologischen Seminars Villa Aurora in Florenz) referierte in ebenfalls zwei Vorträgen über die verschiedenen Zugangswege zum Buch "Der große Kampf": das diachronische Lesen (im Mittelpunkt: die historischen Phasen des Buches), das synchronische Lesen (im Mittelpunkt: die Strukturen des Buches), das bibelzentrierte und das eschatologische Lesen. Die Quintessenz seiner Referate: Das Buch "Der große Kampf" bedarf - wie die prophetischen Bücher der Bibel - einer Deutung.

(Elí Diez-Prida)

Bildergalerie

(Fotos: edp)


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