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Fußball-EM: Wie Christen das Evangelium unter Fans verbreiten

("Adventisten heute"-Aktuell, 8.6.2012) In Polen und der Ukraine rüsten sich nicht nur die Fußballer und Fans, sondern auch die Kirchen für die Europameisterschaft, die vom 8. Juni bis 1. Juli in beiden Ländern stattfindet. Sie wollen die erwarteten 1,2 Millionen Besucher mit Nächstenliebe und Gastfreundschaft empfangen und ihnen, soweit möglich, das Evangelium nahebringen. Die katholische Bischofskonferenz Polens hat die Landsleute Ende Mai aufgefordert, die Gäste warmherzig willkommen zu heißen. Man wolle die Kirchen öffnen und den Fans auch seelsorgerlichen Beistand anbieten. Außerdem gibt es Informationsbroschüren, Gebetsbücher und eine katholische Tageszeitung. Auch die Minderheitskirchen engagieren sich bei der Ausbreitung der christlichen Botschaft, teilte der Direktor des Ökumenischen Rats, der lutherische Pfarrer Ireneusz Lukas, mit. Sie helfen, Kapellen in den Stadien zu unterhalten, organisieren eigene Informationsstände und öffnen ebenfalls ihre Kirchen. Im Rahmen ihrer Möglichkeiten verbreiten sie auch christliche Schriften.

Wenn Fußballer beten

Fälschlicherweise werde oft angenommen, dass die Fußballfans nicht an Religion interessiert seien; einigen sei der Glaube wichtig, so Lukas. Viele Aktive beteten vor den Spielen. EM-Austragungsort in Polen sind Warschau, Posen, Breslau und Danzig. Von den 38,5 Millionen Einwohnern gehören rund 86 Prozent der römisch-katholischen Kirche an. Zweitgrößte Gruppe sind die etwa 547.000 Orthodoxen. Rund 75.000 Mitglieder hat die lutherische Evangelisch-Augsburgische Kirche in Polen. Der Pfingstbewegung gehören etwa 17.000 Christen an. Die Siebenten-Tags-Adventisten zählen etwa 10.000 Mitglieder. Kleinere protestantische Gruppen haben maximal 5.000 Anhänger. Mit 130.000 sind die Zeugen Jehovas relativ stark vertreten. Ferner leben in Polen etwa 38.000 Muslime.

Ukraine: Abgeordneter leitet missionarische Großaktion

Die Federführung für eine missionarische Großaktion in der Ukraine hat der Parlamentsabgeordnete, Rechtsanwalt und Leiter der Jugendarbeit der Evangeliumschristen-Baptisten des Landes, Pavel Unguryan (Kiew). Rund 1.200 Kirchengemeinden und christliche Organisationen arbeiten dabei zusammen, und etwa 12.000 ehrenamtliche Helfer sollen zum Einsatz kommen. Mit Konzerten, Theaterstücken und karitativen Aktionen will man in den Fan-Zonen die Menschen von der Liebe Gottes überzeugen. Unguryan: "Der Sport ist eine Brücke, um mit den Menschen ins Gespräch zu kommen."

Auch Benachteiligte erreichen

So seien Einsätze in den Austragungsstädten Kiew, Donezk, Charkiw und Lemberg geplant wie auch in anderen Orten bei öffentlichen Fernsehübertragungen der Spiele auf Großbildleinwänden. Organisiert würden auch eigene Fußballturniere und Trainingslager. Man wolle nicht nur Fans, sondern auch Menschen am Rand der Gesellschaft erreichen. Deshalb seien auch Einsätze in Waisenhäusern und Kinderheimen geplant.
Von den 45,7 Millionen Einwohnern der Ukraine sind 79 Prozent Christen und 19 Prozent Nicht-Religiöse. Der Rest gehört kleineren Glaubensgruppen an. Orthodoxe stellen etwa 61 Prozent der Bevölkerung, Katholiken zehn und Protestanten vier Prozent. Die übrigen gehören zu kirchlich unabhängigen Gemeinden. (idea)

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