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Erklärung der deutschen Adventisten zur Flüchtlingssituation

("Adventisten heute"-Aktuell, 25.9.2015) Nach einer eigens dafür einberufenen Konferenz zur Hilfe für Flüchtlinge am 22. September in Ostfildern hat die Kirchenleitung der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten in Deutschland eine Stellungnahme zur aktuellen Flüchtlingssituation herausgegeben. Darin wird betont, dass die Freikirche den Schutz von politisch Verfolgten und Kriegsflüchtlingen und deren Recht auf Zugang zu medizinischer Versorgung, Bildung und Sozialleistungen unterstützt. Das Dokument enthält auch Empfehlungen zur Hilfeleistung für die Kirchengemeinden vor Ort.
Die "Erklärung der Freikirche der Siebenten?Tags?Adventisten in Deutschland zur aktuellen Flüchtlingssituation" stellt die christliche Verantwortung der Adventisten heraus, für alle Menschen da zu sein, unabhängig von Herkunft, Geschlecht, Alter, Religion oder Weltanschauung. Motivation für die Zuwendung von Christen zu jedem Menschen, der Hilfe braucht, sei die im Evangelium ausgedrückte Solidarität Gottes. Siebenten-Tags-Adventisten sprächen sich ausdrücklich gegen jede Form von Fremdenfeindlichkeit aus.

Die Freikirche werde die bestehenden Strukturen des adventistischen Wohlfahrtswerks AWW und der adventistischen Entwicklungs- und Katastrophenhilfe ADRA zugunsten einer nachhaltigen Hilfe für Flüchtlinge nutzen. Zugleich werde sie sich aktiv in die bestehenden Strukturen der Bundesländer und Kommunen einbringen.

Das Dokument macht deutlich, dass die Ortsgemeinden der Freikirche der Siebenten?Tags?Adventisten in Deutschland im konkreten Hilfshandeln gefragt sind. Die Gemeinden vor Ort seien eingeladen, ohne Berührungsängste auf Menschen in Not zuzugehen, die Zusammenarbeit mit Behörden, Vereinen, Einrichtungen und anderen Kirchen zu suchen und Möglichkeiten ehrenamtlichen Engagements zu erfragen und konkret umzusetzen. Kirchengemeinden könnten Räumlichkeiten für Sprachkurse, Begegnungstreffen oder Programme zur Kinder? und Freizeitgestaltung zur Verfügung stellen und Flüchtlinge, Migranten und Menschen in Not bewusst in die Fürbitte des Gebets einschließen.

Unterzeichnet wurde die Erklärung von den Pastoren Johannes Naether, Präsident der Adventisten in Norddeutschland und Rainer Wanitschek, Präsident der Adventisten in Süddeutschland. Beide Kirchenleiter sprachen allen, die bereits durch ihr ehrenamtliches Engagement Hilfe für Flüchtlinge praktizierten, einen herzlichen Dank aus.
Wie Pastor Jochen Streit, Generalsekretär der Freikirche in Süddeutschland ergänzend mitteilte, sei eine kleine Gruppe eingerichtet worden, die alle Fragen der Unterstützung für Flüchtlinge im Verbund der Hilfsorganisationen ADRA und AWW sowie der Theologischen Hochschule Friedensau und der Freikirchenleitung koordiniert. Außerdem soll eine Handreichung für die Ortsgemeinden in Kürze zur Verfügung gestellt werden. (APD/edp)

Die Erklärung in vollem Wortlaut

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