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Dr. John Graz, Experte für Religionsfreiheit, tritt in den Ruhestand

("Adventisten heute"-Aktuell, 21.8.2015) Dr. John Graz, Direktor für Außenbeziehungen und Religionsfreiheit (Public Affairs and Religious Libery PARL) der adventistischen Weltkirchenleitung ist nach 20-jähriger Tätigkeit in den Ruhestand getreten. Als Nachfolger wählten im Juli 2015 die Delegierten der adventistischen Weltsynode (Generalkonferenz-Vollversammlung) in San Antonio (Texas, USA) Dr. Ganoune Diop. Graz ist auch als Generalsekretär der Nichtregierungsorganisation "International Religious Liberty Association IRLA" zurückgetreten, die im Oktober einen Nachfolger wählen wird. Die Tätigkeiten der Nichtregierungsorganisation IRLA werden von der adventistischen Weltkirche finanziert.
Das Wirken von John Graz ist in der letzten Juliwoche bei einem Empfang im Kreis aktiver und ehemaliger Kollegen gewürdigt worden, heißt es auf der IRLA-Facebookseite. Dabei sei er vom ehemaligen US-Sonderbotschafter für Religionsfreiheit, Robert A. Seiple, verabschiedet worden.

Religionsfreiheit: "Ein Wert, auf den alle Anrecht haben"

Unter der Leitung von Graz habe die IRLA 1998 mit der Herausgabe der jährlichen Fachzeitschrift für Religionsfreiheit "Fides et Libertas" begonnen sowie mit dem Weltbericht zum Stand der Religionsfreiheit. Laut IRLA hat John Graz internationale Fachkongresse und Symposien zur Religionsfreiheit und Expertentreffen organisiert sowie durch Großveranstaltungen in Stadien, bei sogenannten "Festivals der Religionsfreiheit" (z. B. in Lima, Peru, mit 45.000 Teilnehmern) das Thema der Religionsfreiheit breiten Massen bekannt gemacht. In seiner Abschiedsrede sagte Graz, dass es ihm ein wichtiges Anliegen gewesen sei, viele Menschen für die Verteidigung und Förderung der Religionsfreiheit zu gewinnen. Religionsfreiheit sei ein Wert "auf den alle Anrecht haben", so Graz.

Letzter Artikel, aber nicht letzte Worte

In seinem letzten Artikel auf der IRLA-Website schreibt Graz, dass dies zwar sein letzter Artikel als IRLA-Generalsekretär sei, aber nicht seine letzten Worte zum Thema Religionsfreiheit - er wolle auch weiterhin einen Beitrag leisten. In den letzten 20 Jahren sei es weltweit bezüglich der Religionsfreiheit nicht besser, sondern eher schlechter geworden. Die barbarischen Verbrechen der ISIS seien Beleg dafür. Dem neuen Team der NGO wünsche er gutes Gelingen bei der Verwirklichung ihrer Pläne zur Förderung der Religionsfreiheit.

Dr. Ganoune Diop, Nachfolger von Dr. John Graz als PARL-Direktor

An der adventistischen Weltsynode im Juli 2015 ist der aus dem Senegal stammende Theologe und Sprachwissenschaftler Dr. Ganoune Diop zum Nachfolger von John Graz als Direktor für Außenbeziehungen und Religionsfreiheit (PARL) der Weltkirche gewählt worden. Seit 2011 hat er die Kirche bei der UNO in New York und Genf vertreten. 2014 wurde Diop als Generalsekretär der jährlichen Konferenz der Sekretariate der "Christian World Communions" (CWC - Weltweite Christliche Gemeinschaften) gewählt. Einmal im Jahr treffen sich die Generalsekretäre oder vergleichbare Amtsträger von etwa 20 christlichen Weltgemeinschaften. Zudem ist Diop auch im Planungskomitee des "Global Christian Forum" (Globales Christliches Forum) vertreten. Das Forum ist eine Plattform der Begegnung und des Gesprächs für christliche Kirchen und Gemeinschaften, um das gegenseitige Verständnis zu fördern sowie gemeinsame Herausforderungen aufzugreifen und anzusprechen.
John Graz besitzt die französische und die schweizerische Nationalität. Er und seine Frau Medina haben drei erwachsene Söhne und zwei Enkelkinder. Ganoune Diop wurde in Dakar, Senegal, geboren. Zu seinen Interessen zählen Musik (er ist Flötensolist), Kunst und Literatur. Er und seine Frau Helene haben drei erwachsene Kinder. (APD/edp)

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