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Die Kirchen trauern um Richard von Weizsäcker

("Adventisten heute"-Aktuell, 6.2.2015) Als "eine der eindrucksvollsten Personen der Gegenwart" hat der EKD-Ratsvorsitzende und bayerische Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm (München) den verstorbenen Alt-Bundespräsidenten Richard von Weizsäcker gewürdigt. Der auch in der evangelischen Kirche engagierte CDU-Politiker, der von 1984 bis 1994 an der Spitze der Bundesrepublik Deutschland stand, starb am 31. Januar im Alter von 94 Jahren.
Richard von Weizsäcker war von 1964 bis 1970 und von 1979 bis 1981 Präsident des Deutschen Evangelischen Kirchentags. Von 1969 bis 1984 gehörte er der Synode und dem Rat der EKD an. Außerdem war er Mitglied des Zentral- und Exekutivausschusses des Weltkirchenrats. Wie Bedford-Strohm in einem Nachruf sagte, blickt die evangelische Kirche "voller Dankbarkeit auf das Leben von Richard von Weizsäcker, auf dem so viel Segen gelegen hat und von dem so viel Segen ausgegangen ist". Er habe in seinem Engagement für Versöhnung und in seinem mutigen Umgang mit der Schuld Impulse des christlichen Glaubens eindrucksvoll in die Welt getragen: "In seiner Person hat die Kirche ausgestrahlt, wovon sie spricht."

Aufgeklärter Protestantismus und politische Beherztheit

Die Generalsekretärin des Kirchentages, Ellen Ueberschär (Fulda), erklärte, von Weizsäcker habe den Kirchentag in wichtigen Zeiten zusammengehalten, indem er einen aufgeklärten Protestantismus mit politischer Beherztheit verband. Sein größtes Anliegen sei gewesen, Christen in ihrer Verantwortung im privaten, öffentlichen und beruflichen Alltag zu stärken. Der Vorsitzende der katholischen Deutschen Bischofskonferenz, Kardinal Reinhard Marx (München), hob hervor, dass von Weizsäcker das christliche Erbe lebendig gehalten, sich für die Ökumene eingesetzt und "aus der Kraft des Gebets gelebt und gehandelt" habe. (idea)

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