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Der Islam und die Terroranschläge (Kommentar)

("Adventisten heute"-Aktuell, 16.1.2015) Wieder müssen wir einen barbarischen terroristischen Akt beklagen, diesmal in Paris, verursacht durch muslimische Attentäter. Die Reaktionen darauf fallen unisono aus: Ja, das sind schlimme Islamisten, aber mit dem Islam selber hat das gar nichts zu tun. Islam bedeutet Frieden.

Weder Schreberjugend noch Ministranten

Leider haben unsere Politiker und Kirchenvertreter nichts Eiligeres zu tun, als in dieses Gesäusel einzustimmen. Doch durch ständige Wiederholungen wird das nicht richtiger. Die Wahrheit sieht leider anders aus. Zwar gibt es einen Islam ohne Islamismus, aber es gibt keinen Islamismus ohne das Fundament des Islam. Die Attentäter in Paris, die IS-Kämpfer im Irak, die Judenverächter in Berlin - sie alle stammen weder aus der Schreberjugend noch aus einem Ministrantenkreis, sondern sie sind in Moscheen bzw. deren Dunstkreis zu Hause. Oft sind sie aufgewiegelt durch arabische und türkische Medien, von denen einige offen gegen den Westen, gegen Israel und gegen Christen hetzen. Sie sind obendrein geprägt durch muslimische Hassprediger, die auch in Deutschland ihr Unwesen treiben und junge Leute für den Kampf gegen Andersgläubige rekrutieren.

Der Islam hat ein Gewaltproblem

Die Marburger Islamwissenschaftlerin Ursula Spuler-Stegemann stellt fest: "Im Islam gibt es keine generellen Berührungsängste mit Krieg und Kampf. Der Dschihad in seiner frühesten oder ursprünglichen Bedeutung ist ein Kampf gegen die ‚Ungläubigen' zum Schutz des Islam sowie zur Ausdehnung oder aber auch nur zur Verteidigung seines Machtbereiches". Sie hält lapidar fest: "Der Islam hat ein Gewaltproblem." Peter Scholl-Latour (1924-2014), der kürzlich verstorbene Journalist, bestätigt das aus reicher Erfahrung: "Der Islam ist eine kämpferische Religion." Schließlich war Mohammed nicht nur Religionsstifter, sondern auch Feldherr, der seinen Glauben mit Gewalt verbreitet hat. Und Mohammed ist die Leitfigur für junge Muslime!

Je frommer, desto gewaltbereiter?

Der renommierte Hannoveraner Kriminologe Prof. Christian Pfeiffer hat vor vier Jahren in einer Untersuchung festgestellt: Je frömmer junge Muslime sind, desto gewaltbereiter verhalten sie sich. Jugendliche aus muslimischen Zuwandererfamilien verhalten sich deutlich gewaltbereiter als junge Migranten anderer Konfessionen. Je häufiger junge Türken und Araber in die Moschee gingen, desto häufiger schlugen sie auch zu.

Lernen und aufarbeiten

Das wird in einer Studie aus dem Bundesministerium des Innern unterstrichen: "In der Summe ist daher festzuhalten, dass mit islamischer Religionszugehörigkeit eine signifikant erhöhte Akzeptanz von Gewalt verbunden ist." Darf man darüber reden? Oder muss das aus Gründen der politischen Korrektheit ausgeklammert werden? Es wäre gut und dringend geboten, wenn sich der real existierende Islam in unserem Land dieses Themas annehmen würde. Wir als Christen haben viel aus unserer oftmals trüben Geschichte gelernt. Das sollte dem aktuellen Islam auch zuzumuten sein. Ein ehrliches Aufarbeiten würde auch den Pegida-Demonstrationen viel Wind aus den Segeln nehmen. (idea)

Der Autor, Pfarrer Christoph Morgner (Garbsen bei Hannover), war von 1989 bis zu seinem Ruhestand 2009 Präses des Evangelischen Gnadauer Gemeinschaftsverbandes.


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