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Das Berliner Stadtschloss zieren bald Kreuz und Bibelverse

„Es ist kein ander Heil, es ist auch kein anderer Name den Menschen gegeben, denn der Name Jesu, zu Ehren des Vaters, dass im Namen Jesu sich beugen sollen aller derer Knie, die im Himmel und auf Erden und unter der Erde sind“, so die Inschrift unterhalb der Kuppel. (Foto: Screenshot: berliner-schloss.de)

Auf dem wiedererrichteten Berliner Stadtschloss wird neben dem Kuppelkreuz auch ein Bibelwort zu sehen sein. Das berichtet die Tageszeitung „Die Welt“ auf ihrem Internetportal. Das Schloss war 1950 auf Befehl des damaligen DDR-Staatschefs Walter Ulbricht (1893–1973) gesprengt worden. 2002 beschloss der Bundestag den Wiederaufbau als Humboldt Forum, der ursprünglich 2019 abgeschlossen werden sollte. Derzeit werden die Gerüste an der Kuppel entfernt.

Der „Welt“ zufolge wurde dabei nun auch eine rekonstruierte goldene Inschrift aus zwei miteinander kombinierten Bibelversen sichtbar, die noch von König Friedrich Wilhelm IV. (1795–1861) ausgewählt worden sein sollen. „Es ist kein ander Heil, es ist auch kein anderer Name den Menschen gegeben, denn der Name Jesu, zu Ehren des Vaters, dass im Namen Jesu sich beugen sollen aller derer Knie, die im Himmel und auf Erden und unter der Erde sind“, so die Inschrift unterhalb der Kuppel. Die Worte stammen aus Apostelgeschichte 4,12 und Philipper 2,10. Ende Mai soll dann auch das Kuppelkreuz wieder an seinen ursprünglichen Platz angebracht werden.

Die Anbringung des christlichen Symbols war lange umstritten. So äußerten Kritiker, das Kreuz gefährde die Neutralität des Bauwerks und würde zu einer Hierarchisierung der Religionen führen und so den interkulturellen Dialog belasten, für den das Humboldt-Forum eigentlich stehen wolle. Das im Schloss entstehende Humboldt Forum soll Zentrum für Kunst, Kultur, Wissenschaft und Bildung mit Schwerpunkt auf völkerkundlichen Sammlungen sein.

Die für September 2020 geplante Wiedereröffnung wurde aufgrund der Corona-Pandemie verschoben. Derzeit ist eine Eröffnung in drei Etappen vorgesehen, die Ende 2021 abgeschlossen sein soll.


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