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Cerealienwerke in Lüneburg und Tangermünde bleiben erhalten

("Adventisten heute"-Aktuell, 8.2.2013) Die beiden insolventen deutschen Werke des Cerealienherstellers Dailycer Group in Lüneburg und Tangermünde bei Stendal sind von der DE-VAU-GE Gesundkostwerk Deutschland GmbH übernommen worden. Landesbürgschaften von Niedersachsen und Sachsen-Anhalt sowie die Unterstützung von Banken hatten den beiden Ex-Managern des früheren DE-VAU-GE, Michael Makowski (74) und seinem Sohn Dr. Andreas, die Übernahme ermöglicht.
Bereits 1899 gründete die Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten in Friedensau bei Magdeburg den "Deutschen Verein für Gesundheitspflege (DVG)", aus dem das DE-VAU-GE Gesundkostwerk zur Herstellung von vollwertigen Lebensmitteln hervorging. Als erstes deutsches Werk produzierte bereits damals der DE-VAU-GE Getreide-Knusperflocken, die aus dem vollen Weizen-, Gersten- oder Reiskorn hergestellt wurden. 1912 wurde die Produktion nach Hamburg und im Juni 1976 nach Lüneburg verlagert.
Im Oktober 1970 übernahm Michael Makowski die Geschäftsführung des DE-VAU-GE Gesundkostwerkes. Während damals vor allem Reformhäuser beliefert wurden, entwickelte sich unter Makowskis Leitung das Unternehmen zu einem der führenden deutschen Hersteller für Frühstücks-Cerealien, verschiedene Müsli-Varianten und Obstriegel. 1998 wurde ein weiteres Werk mit Dr. Andreas Makowski als Geschäftsführer in Tangermünde errichtet. Beliefert wurden vor allem Discounter unter deren Handelsmarken.
2007 übernahm der französische Konkurrent Dailycer die beiden Werke in Lüneburg und Tangermünde und stieg damit zum europäischen Marktführer im Segment Frühstücks-Cerealien auf. Im letzten Jahr habe die Dailycer Deutschland GmbH jedoch für die beiden Werke ein Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung durchlaufen müssen. Dabei sei die Mitarbeiterzahl von etwa 800 auf rund 560 gesunken. Laut Sachverwalter Rechtsanwalt Dr. Rainer Eckert (Hannover) "hatten gestiegene Rohstoffpreise, die nicht durch höhere Verkaufspreise abgefangen werden konnten, das Unternehmen in eine wirtschaftliche Schieflage gebracht". Das Insolvenzverfahren habe mit dem Erwerb durch den neuen Eigentümer erfolgreich abgeschlossen werden können. "Alle derzeit beschäftigten Mitarbeiter werden übernommen", betonte der geschäftsführende Gesellschafter der Erwerberin, Dr. Andreas Makowski.
Obwohl das DE-VAU-GE Gesundkostwerk in Lüneburg und Tangermünde seit der Übernahme durch Dailycer kein Unternehmen der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten mehr ist, wurde davon der Bereich Reformhaus und Naturkost nicht berührt. Dieser Bereich wird unter der Regie der Freikirche mit dem Namen "Bioherba" weitergeführt. Die "Bioherba"-Gruppe, ein Unternehmen der De-Vau-Ge-Stiftung, vertreibt vom heutigen Stammsitz in Heimertingen bei Memmingen (Bayern) ein großes Sortiment von Gesundkost- und Pharmaprodukten an Reformhäuser, Apotheken, Naturkostläden und auch größere Vollsortimenter (Supermärkte). Das Angebot umfasst etwa 1.500 Artikel vom klassischen Bio-Müsli über Sojadrinks, vegetarische Pasteten bis hin zu Leinsamenprodukten und Nahrungsergänzungsmitteln sowie medizinischer Kosmetik. Die Produkte werden unter den altbekannten Marken "granoVita", "EDEN", "Nook", "Martin Evers", "Bruno Fischer", "GranoVital", "Linusit" und "Bergland Pharma" vertrieben. (APD/edp)


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