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Bibelmobil besuchte Flüchtlingsunterkünfte im Landkreis Görlitz

Als Doppelstockbus bietet das Bibelmobil im Unterdeck unter anderem eine Ausstellung zur Entstehung der Bibel sowie einen Buchladen. (Foto: Screenshot bibelmobil.de)

Auf reges Interesse ist ein mehrtägiger Einsatz des Bibelmobils vor mehreren Flüchtlingsunterkünften im Landkreis Görlitz gestoßen. Wie Bibelmobil-Referent Andreas Schmidt der Evangelischen Nachrichtenagentur idea mitteilte, musste der Verein aufgrund der Corona-Pandemie alle regulären Einsätze bis Ende August absagen. Aktionen an Gemeinschaftsunterkünften jedoch würden vom Landkreis Görlitz kurzfristig gefördert. „Das haben wir genutzt, ein Schutzkonzept entwickelt und kurzfristig eine prallvolle Einsatzwoche geplant und durchgeführt“, so Schmidt. An sechs Tagen hätten so rund 300 Erwachsene sowie 150 Kinder und Jugendliche das Angebot besucht – darunter Syrer, Iraner, Afghanen, Palästinenser, Venezolaner sowie Deutsche. „Geschätzt hatte die Hälfte einen islamischen und ein Drittel einen christlichen Hintergrund. Einige zählten sich zu Aleviten, Jesiden, Hindus und aus der deutschen Besuchergruppe auch zu Atheisten“, so Schmidt.
Die drei ständigen hauptamtlichen Mitarbeiter vom Bibelmobil seien bei den Einsätzen abwechselnd von zwölf Ehrenamtlichen unterstützt worden. Um die sprachlichen Barrieren zu umgehen, habe der Verein zudem Hilfe von ehrenamtlichen Übersetzern bekommen. Ziel der Aktion sei gewesen, miteinander insbesondere über die Religionen ins Gespräch zu kommen. Schmidt: „Es konnte wertneutral über Unterschiede und Gemeinsamkeiten der verschiedenen Glaubensrichtungen geredet und so zum Verständnis anderer Weltanschauungen und Kulturen beigetragen werden.“

Fast 640.000 Menschen besuchten bereits das Bibelmobil

Als Doppelstockbus bietet das Bibelmobil im Unterdeck unter anderem eine Ausstellung zur Entstehung der Bibel sowie einen Buchladen. Das Oberdeck beherbergt zwei multimediale Unterrichts- bzw. Gesprächsräume. Ein weiteres Element ist die historische Gutenberg-Druckerpresse. Das ökumenische Angebot richtet sich insbesondere an Schulklassen, Gemeinden und Kirchendistanzierte. Eigenen Angaben zufolge besuchten bislang fast 640.000 Menschen, darunter 10.800 Schulklassen in über 1.000 Orten den Doppelstockbus. Kostenförderungen für das Jahr 2020 kommen von der Evangelischen Landeskirche Anhalts, der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz sowie der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland. Der Vorsitzende des Trägervereins „BibelMobil“ ist der ehemalige leitende Referent im CVJM Schlesische Oberlausitz, Thomas Brendel. Ein weiterer Einsatz ist für Ende Juni im Landkreis Bautzen geplant.


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