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Bevölkerungsforscher: Europa wird nicht islamisch

("Adventisten heute"-Aktuell, 12.10.2012) Europa wird nach Ansicht des Bevölkerungsforschers Wolfgang Lutz (Wien) nicht binnen weniger Jahrzehnte mehrheitlich muslimisch sein. Entsprechende Prognosen seien "aus der Luft gegriffen", sagte der Direktor des Instituts für Demographie der Österreichischen Akademie der Wissenschaften gegenüber der "Wiener Zeitung". Selbst in den "extremsten Szenarien" mit "massivstem Zuzug" könne von einer Mehrheit der Muslime keine Rede sein. Schon heute komme die stärkste Zuwanderung nicht aus dem islamischen Raum, sondern vom Balkan.
Laut Lutz kann man die höhere Kinderzahl von muslimischen Zuwanderern nicht einfach fortschreiben. Sie nehme mit zunehmendem Bildungsgrad ab. Bei Muslimen in Österreich zeige sich bereits eine Anpassung an das heimische Niveau. Dieser Trend treffe nicht nur auf europäische Länder zu, sondern etwa auch auf den Iran. Im Jahr 1984 habe eine Familie durchschnittlich sieben Kinder gehabt; heute liege die Zahl auf europäischem Niveau zwischen 1,6 und 1,7. Der Grund sei, dass das Mullah-Regime die Bildung von Frauen gefördert habe. (idea)


Zum Foto links: Im Raum Konstanz leben etwa 3000 Muslimas und Muslime, 250 bis 300 davon besuchen das Freitagsgebet. Nicht alle Kindeskinder der türkischen Einwanderer können noch Türkisch, ein Teil der Gläubigen kommt zudem aus Ländern Arabiens und Asiens. Damit alle die Predigt verstehen können, wird sie oft ins Deutsche übersetzt.

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