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Baptistengemeinde lehnt Hochzeit eines schwarzen Paares ab

("Adventisten heute"-Aktuell, 10.8.2012) Mitglieder der First Baptist Church in Crystal Springs (US-Bundesstaat Mississippi) haben die Hochzeit eines schwarzen Paares in ihrer Gemeinde verhindert. Die Gruppe drohte dem Pastor Stan Weatherford mit Rausschmiss, wenn er das Paar in ihrer Kirche traue. Weatherford bot daraufhin Te‘Andrea und Charles Wilson an, sie in einer überwiegend von Schwarzen besuchten Kirche im selben Ort zu trauen. Wie der US-Fernsehsender ABC berichtet, wurde seit der Gründung der Kirche 1883 noch kein schwarzes Paar in der First Baptist Church verheiratet.
Die Wilsons besuchten die Kirche regelmäßig, gehörten aber nicht der Gemeinde an. Der Bräutigam sagte ABC, er habe die Position Weatherfords verstehen können. Dennoch hätte er sich gewünscht, dass der Geistliche der Forderung nicht nachgebe. Die für den 20. Juli geplante Heirat sei dann um einen Tag verschoben worden und habe in einer anderen Gemeinde stattgefunden.
Einwohner von Crystal Springs äußerten sich schockiert über den Vorfall. "Diese Kirche war ihr Zuhause", sagte die 48-jährige Theresa Norwood. "Was hätte Jesus gemacht? Er hätte sie getraut, gar kein Zweifel, weil es das Richtige gewesen wäre. Wir sind alle Gottes Kinder", sagte sie. Auch von Baptisten selbst kam Kritik. Gemeindemitglied Casey Kitchens sagte: "Ich schäme mich, dass meine Kirche das getan hat. Ich kann nicht begreifen, warum. Es ist einfach falsch."

Gemeinde bittet um Entschuldigung

In einer am 5. August in Facebook veröffentlichen Erklärung ( Statement of Restoration and Reconciliation ) bat die Kirche das Brautpaar, dessen Angehörige und Freunde um Entschuldigung für den Schmerz, den die falsche Entscheidung ausgelöst habe. Auch die First Baptist Church in Crystal Springs setze sich aus sündigen, erlösten und zugleich fehlerhaften Heiligen, die sich zuweilen bewusst dagegen entscheiden, dem Willen Gottes zu folgen. Als Gemeinde sei ihnen bewusst geworden, dass sie niemals die Hendersons und Wilsons hätten bitten sollen, ihre Hochzeit zu verlegen. Diese falsche Entscheidung habe Schmerz und Trauer für alle ausgelöst.
Die Gemeindeglieder wünschen sich, dass ihre Kirche für alle offen sei, die Jesus Christus kennenlernen und Gemeinschaft mit ihm und anderen haben möchten, die seine Nachfolger sind, und mit ihnen wachsen wollen. Die Erklärung endet mit den Worten: "Wir verpflichten uns, füreinander zu beten, einander zu lieben, und mitzuarbeiten, damit unsere Gemeinde alles werden kann, was Christus von ihr möchte, sodass sie seine Liebe und seine Gnade in jedem Dienst und für alle Menschen widerspiegelt." (idea/edp)

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