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Adventistische Mediziner im Einsatz für Flüchtlinge auf Lesbos

("Adventisten heute"-Aktuell, 6.11.2015) Ehrenamtliche Helfer, adventistische Ärzte und Pfleger leisten seit mehreren Wochen mit einer mobilen Klinik den im Norden der Insel Lesbos (Griechenland) mit Schlauchbooten ankommenden Flüchtlingen Erste Hilfe. Ihr Einsatz wird von ASI Europa ermöglicht, einer Organisation adventistischer selbstunterhaltender Institutionen, Unternehmen und Geschäftsleute.

Tag und Nacht mit Klinikbus im Einsatz

Es sei ein unaufhörlicher Strom von erschöpften, durchnässten, weinenden, teils verletzten, bewusstlosen und sterbenden Migranten, denen er und das medizinische Team von adventistischen Freiwilligen auf Lesbos täglich zu helfen versuchten, sagte der südafrikanische Arzt Michael-John von Hörsten (30) gegenüber der nordamerikanischen Kirchenzeitschrift Adventist Review (AR) . Mit dem rumänischen Klinikbus von "Adventist Help" könnten sie auch den spät in der Nacht eintreffenden Flüchtlingen an der Nordküste von Lesbos helfen. "Wenn es in der Nacht kalt wird, ist der Klinikbus mit Duzenden nassen, verängstigten Kinder gefüllt, die wir trocknen, wärmen, kleiden und denen wir zu Essen geben. Ich empfinde dies als ein Privileg", sagte der Arzt.

Ein internationales und interreligiöses Team

Das Team besteht aus adventistischen Medizinern aus Deutschland, Haiti, Schweden, der Schweiz und Südafrika, die alle Arten von medizinischen Problemen zu behandeln versuchten. Das reiche von Personen mit wunden Füssen, gebrochenen Knochen, Unterkühlung, Bewusstlosigkeit, Querschnittlähmung bis zu Zerebralparese und Neugeborenen. Die Freiwilligen würden in den sich ergebenden Pausen schlafen und essen, so von Hörsten. "Adventist Help" arbeite auch mit Freiwilligen anderer Religionen zusammen, so hätten sich Ärzte und Pflegepersonal muslimischen Glaubens als "große Hilfe" erwiesen.

Täglich fünf bis 30 überfüllte Schlauchboote

Der bloße Anblick eines ankommenden Bootes sei für ihn jedes Mal eine berührende Erfahrung. "Wir sind an einem makabren Ort", sagte der 30-Jährige Südafrikaner, als er von einem 20-Jährigen berichtete, der ertrunken war und das Team nicht mehr helfen konnten. Pro Tag überquerten zwischen fünf und 30 Schlauchboote die rund acht Kilometer breite Passage zwischen der Türkei und Griechenland. Die Boote seien überfüllt mit Kindern und alten Leuten, Frauen und Männern, die sich in ihrer Verzweiflung zur Flucht vor Krieg aus Afghanistan, Irak und Syrien entschieden hätten. Bis Oktober seien dieses Jahr 300.000 Flüchtlinge auf Lesbos angekommen, so AR.
In solch akuten Situationen sei es unmöglich, das Evangelium weiterzugeben, sagte der Arzt. "Es geht vielmehr darum, uns für sie einzusetzen und damit ein Hinweis auf Jesus zu sein. Das ist alles." (APD)

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