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Adventisten in BW: Antrag auf Bildung einer "Union of Churches" abgelehnt

("Adventisten heute"-Aktuell, 3.10.2014) Am 29. Juni 2014 beschlossen die Vertreter der 85 Adventgemeinden Baden-Württembergs während einer Sonderdelegiertenversammlung die Reorganisation der Freikirche in diesem Bundesland zu einer "Union of Churches". Der Antrag hierzu wurde gemäß den Kirchenrichtlinien über die Intereuropäische Division der Kirche in Mittel- und Südeuropa (EUD, Bern, Schweiz) an die Generalkonferenz (Weltkirchenleitung) der Siebenten-Tags-Adventisten in Silver Spring (Maryland, USA) weitergeleitet. Die Bildung einer "Union of Churches" hätte bedeutet, dass die Gemeinden in diesem Bundesland nicht mehr einem "Verband" (in diesem Falle dem Süddeutschen Verband der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten in Deutschland mit Sitz in Stuttgart, SDV) als "Vereinigung" unterstellt wären, sondern direkt der Intereuropäischen Division in Bern (EUD).
Inzwischen ist die Prüfung des Antrags abgeschlossen, sodass der Vorstand der EUD am 22. September dem Vorstand der Freikirche in Baden-Württemberg (BWV) in Anwesenheit des Vorstands des Süddeutschen Verbandes (SDV) die Entscheidung mitteilen konnte: Nach Rücksprache mit der Generalkonferenz wird dem Antrag der BWV auf Zuerkennung des Status eines Verbandes von Gemeinden (Union of Churches) nicht stattgegeben.
Die Gründe für die Ablehnung werden in der "Gemeinsamen Verlautbarung" aller drei Dienststellen (EUD, SDV und BWV), die allen Gemeinden und Pastoren zur Kenntnisnahme weitergeleitet wurde, nicht genannt. Dafür wird mitgeteilt, dass der Vorstand der BWV die Entscheidung akzeptiert habe. Außerdem bekennen alle drei Vorstände "trotz der zurzeit bestehenden Differenzen ihren grundsätzlichen Willen zur konstruktiven Zusammenarbeit"; sie "wollen zur Verbesserung der Kommunikation beitragen". Ferner wurde vereinbart, "unter der Leitung der EUD einen Prozess einzuleiten, der zur Aufarbeitung des Geschehens sowie zur Klärung theologischer, struktureller und sonstiger aufgekommener Fragen führen soll".
Im letzten Punkt der Verlautbarung heißt es: "Gemeinsam wollen wir uns darauf konzentrieren und uns gegenseitig darin unterstützen, die frohe Botschaft unseres wiederkehrenden Herrn zu verkündigen und Menschen zur Nachfolge Jesu einzuladen."
Die Vereinbarung, die am 27. September allen Adventgemeinden in Baden-Württemberg vorlag, endet mit folgenden Worten: "Wir bitten Gott und die Gemeinden um Vergebung für geschehene Versäumnisse und beten, dass Gott uns hilft, in einem guten Miteinander die Zukunft zu gestalten."
Zur Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten in Deutschland gehören etwa 35.000 (erwachsen getaufte) Personen. Es gibt in Deutschland sieben Landeskörperschaften ("Vereinigungen"), vier davon gehören dem Norddeutschen Verband mit Sitz in Hannover, drei (Mittelrhein, Baden-Württemberg und Bayern) gehören dem Süddeutschen Verband mit Sitz in Stuttgart-Ostfildern. (edp)



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