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ADRA Schweiz setzt sich seit 30 Jahren für Benachteiligte ein

("Adventisten heute"-Aktuell, 28.04.2017) Das Hilfswerk ADRA Schweiz blickt 2017 auf 30 Jahre Dienst für Benachteiligte zurück. Im Jahr 1942 gründet die Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten unter dem Eindruck des 2. Weltkrieges das "Schweizerische Adventwohlfahrtswerk". Die damalige Haupttätigkeit für Benachteiligte innerhalb der Schweiz wurde 1987 durch die Gründung der Adventistischen Entwicklungs- und Katastrophenhilfe ADRA Schweiz weitergeführt sowie durch Projekte der internationalen Entwicklungszusammenarbeit ergänzt. Die Hilfsorganisation ist ein Partnerhilfswerk der Glückskette und ZEWO zertifiziert.Was vor 30 Jahren in einer Garage an der Regensbergstraße in Zürich-Oerlikon mit einfachsten Mitteln begann, hat sich zu einem Hilfswerk mit einem Projektvolumen von knapp 3,9 Millionen Franken im Jahr 2016 entwickelt. Die Schwerpunkte der Projekte von ADRA Schweiz liegen in den Bereichen Katastrophenhilfe und Prävention, Existenzsicherung und Bildung.

1990er Jahre: Balkan und Westafrika

In den 1990er Jahren lag der Schwerpunkt der Arbeit von ADRA Schweiz in den Kriegsgebieten auf dem Balkan sowie in den Bürgerkriegsländern von Westafrika. Dank großer finanzieller Beiträge der Schweizer Regierung durch die Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit DEZA, konnten Flüchtlings- und Wiederansiedlungsprojekte in Guinea-Bissau, Guinea (Conakry), Sierra Leone und Liberia verwirklicht werden.

Start der Freiwilligenwoche

1993 bezeichnet das Hilfswerk als das offizielle Geburtsjahr der Freiwilligenwoche in der Schweiz. Damals halfen erstmals Freiwillige nach der Hochwasserkatastrophe in einem von ADRA organisierten Einsatz in Brig beim Aufräumen. Aufgrund der großen Nachfrage von Freiwilligen werden gegenwärtig jährlich zwei Hilfswochen durchgeführt, meist bei Bauernfamilien im Berggebiet der Schweiz.

ADRA Schweiz mit Zweigbüro in Pyongyang

Von 1999 bis 2005 unterhielt ADRA Schweiz ein Zweigbüro in Pyongyang, Nordkorea. 2002 eröffnet das Hilfswerk in Pyongyang eine Großbäckerei. Es wurden täglich 50.000 Brötchen für mangelernährte Kinder in Waisenhäusern und Schulen produziert, die mit Milchpulver der DEZA angereichert wurden. Die anderen Rohstoffe stellte das UNO-Welternährungsprogramm WFP zur Verfügung. Gleichzeitig wurden täglich auch 300.000 vitaminisierte Vollkornkekse produziert, die im Norden des Landes an Kinder abgegeben wurden. Bundesrätin Micheline Calmy-Rey, damalige Vorsteherin des Eidgenössischen Departements für auswärtige Angelegenheiten, besuchte 2003 die Bäckerei. Das Zweigbüro in Nordkorea entwickelte gemeinsam mit einem Biogasexperten aus der Schweiz Pilot-Biogasanlagen für Haushalte auf dem Land. Bald wurden industrielle Biogasanlagen in großen Tierhaltungsanlagen entwickelt und gebaut, die ganze Dörfer mit Gas versorgten. Gleichzeitig wurden in Zusammenarbeit mit dem Roten Kreuz sowie Hilfswerken der EU und UNO auch Waisenhäuser und Spitäler saniert oder neu gebaut. Weil ADRA 2005 nicht unter den neuen Rahmenbedingungen der Regierung arbeiten wollte, verließ das Hilfswerk, gemeinsam mit den meisten anderen Hilfsorganisationen, das Land.

ZEWO-Gütesiegel

2002 erhielt ADRA Schweiz das ZEWO-Gütesiegel und wurde seither regelmäßig rezertifiziert. Das ZEWO-Gütesiegel steht für den zweckbestimmten und transparenten Umgang mit Spenden.

Weihnachtspaketaktion "Kinder helfen Kindern"

2002 lancierte das Hilfswerk in der Schweiz die erste Weihnachtspaketaktion "Kinder helfen Kindern". Die Pakete wurden in die Ukraine transportiert. In den letzten Jahren wurden durch die Aktion jeweils Waisenkinder sowie benachteiligte und behinderte Kinder in Moldawien beschenkt.

Partnerhilfswerk der Glückskette

2005 wurde ADRA Schweiz als Partnerhilfswerk der Glückskette anerkannt. Die Glückskette ist eine Stiftung, die in der Schweiz Spenden für humanitäre Hilfsprojekte sammelt.

2010er Jahre: Vorwiegend Katastrophenhilfe

In den letzten Jahren sei die Katastrophenhilfe im Vordergrund der Tätigkeit gestanden, schreibt das Hilfswerk auf seiner Webseite zum 30-Jahr-Jubiläum: Erdbeben und Taifune in Haiti, Philippinen und Nepal, Tsunami und Reaktorunglück in Japan, Hungerkrisen in Afrika.

27 ADRA-Ortsgruppen in der Schweiz

In der Schweiz leisten die 27 ADRA-Ortsgruppen Hilfe vor Ort. In Lausanne und Zürich verteilen Kleiderkammern gut erhaltene oder neue Kleider an Menschen mit kleinem Budget sowie auch Lebensmittel.Eine Umfrage 2016 hat laut ADRA gezeigt, dass das Hilfswerk bei den Mitgliedern der adventistischen Kirchgemeinden in der Schweiz ein hohes Maß an Vertrauen genießt. Dieses Vertrauen zeige sich auch in der finanziellen, materiellen sowie personellen Unterstützung der Hilfswerksarbeit.

ADRA

Die Adventistische Entwicklungs- und Katastrophenhilfe ADRA-International (Adventist Development and Relief Agency) ist die weltweite Hilfsorganisation der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten im Bereich der humanitären Hilfe und der Entwicklungszusammenarbeit. ADRA unterhält weltweit ein Netzwerk mit knapp 140 regionalen und nationalen Landesbüros. Die Hilfe wird unabhängig der politischen und religiösen Anschauung oder ethnischen Herkunft geleistet. ADRA Schweiz besteht seit 1987 und ist ein im Handelsregister eingetragener Verein. Spenden können in allen Kantonen von den Steuern abgezogen werden. ADRA Schweiz ist ZEWO zertifiziert und ein Partnerhilfswerk der Glückskette. Das Hilfswerk mit sieben Angestellten und einem Praktikanten bietet einen kaufmännischen Ausbildungsplatz. (APD)

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