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50 starten, 26 graduieren: Eröffnung des neuen Studienjahres in Friedensau

("Adventisten heute"-Aktuell, 18.10.2013) Willkommensfreude und Abschiedstrauer - beides erfüllte die Festgemeinde, die am 12. und 13. Oktober die neuen Studierenden an der Theologischen Hochschule Friedensau begrüßte und die Graduierenden verabschiedete.

Ein fröhlich-besinnlicher Gottesdienst

Über 60 junge Menschen standen auf der Bühne, als am Sabbatvormittag "die Neuen" begrüßt und im Gebet gesegnet wurden: Von den 50 Studierenden, die sich zum Wintersemester 2013/2014 immatrikuliert haben, belegen 14 Theologie, 24 Christliches Sozialwesen und 12 den Deutschkurs. Hinzu kommen elf junge Leute, die am Programm "One Year for Jesus" teilnehmen, und vier "Volunteers", die der Hochschule ihre Zeit und ihre Fähigkeiten für einige Monate zur Verfügung stellen.
In seiner Predigt ermutigte Prof. Friedbert Ninow, Rektor der Hochschule, die Hörer, Gott so zu vertrauen, wie Abraham es tat: Nur wer bereit ist, im Vertrauen zu Gott aufzubrechen und seinem Ruf zu folgen, wird ihm auch begegnen und ein Segen für andere werden. "Sehnsucht und Hoffnung können nur die Menschen haben, die etwas von Gott erwarten. Glaubende haben den langen Atem der Hoffnung", meinte Ninow, und wünschte den neuen Studierenden und den Graduierenden sowie ihren anwesenden Angehörigen und Freunden diesen langen Atem.
Am sehr fröhlich und auch verbindlich und besinnlich gestalteten Gottesdienst wirkten neben dem Lobpreisteam, den Pastoren Gerald Hummel, Jens Schwenger, Dittmar Dost und dem Graduierenden Christian Lutsch auch ein Teil des Hochschulorchesters mit, das mit dem Menuetto aus der Serenade "Eine kleine Nachtmusik" von Wolfgang Amadeus Mozart Appetit auf das Nachmittagskonzert weckte.

Jung und Alt erfreuen Alt und Jung

Beim Orchesterkonzert zur Eröffnung des Studienjahres am Sabbatnachmittag erfreuten die 28 Musizierenden unter der Leitung von Jürgen Hartmann (Berlin) die Besucher mit einem sehr abwechslungsreichen Programm, das bereits einige Wochen zuvor Zuhörer in Oederan und Waldenburg begeistert hatte. Neben bekannten Werken von Corelli, Händel, Mozart und Rosetti stand auch eine selten aufgeführte Sinfonie von Carl Christian Agthe (1762-1797) auf dem Programm. Besondere Begeisterung bei Jung und Alt löste der 14-jährige Trompeter Jonathan Zahn (Leipzig) aus, der das Solostück in einer Ouvertüre von Georg Friedrich Händel übernahm. (Jonathan, der seinen ersten Trompetenunterricht bereits im Alter von fünf Jahren bekam, wurde mit seinem Blechbläserquartett Bundespreisträger des Wettbewerbs "Jugend musiziert" 2011.)
Es machte einfach Spaß, von der Empore aus dem gekonnten und fröhlichen Musizieren des aus Jung und Alt zusammengesetzten Orchesters zuzuhören - genauso wie zu beobachten, wie viele Kinder und junge Familien das Geschehen aufmerksam verfolgten.

"Vielfach unbeobachtet, und dennoch bemerkenswert"

Die Feierstunde zur Verleihung der akademischen Grade am Sonntag stand verständlicherweise im Zeichen des Abschieds; dennoch war sie von fröhlichen Rückblicken, Dankbarkeit und einer spürbaren Zuneigung zwischen Dozenten und Graduierenden geprägt. 18 Absolventen des Fachbereichs Christliches Sozialwesen und acht des Fachbereichs Theologie erhielten ihre Zeugnisurkunden (von den 26 Absolventen waren 16 anwesend).
Mit persönlichen, wertschätzenden Worten vom Prof. Dr. Horst Rolly (Dekan des Fachbereichs Christliches Sozialwesen) bzw. Prof. Dr. Rolf J. Pöhler (stellvertr. Dekan des Fachbereichs Theologie) und Prof. Friedbert Ninow (Rektor der Hochschule) überreicht, lockerten die anhaltenden Applause sowie die Einzel- und Gruppenfotos die Atmosphäre auf.
In seiner Festansprache nannte der Abgeordnete und stellvertretende Vorsitzende der CDU-Landtagsfraktion Sachsen Anhalt, Markus Kurze, zwei Besonderheiten der "vielfach unbeobachteten und trotzdem bemerkenswerten" Hochschule: Dass so viel Internationalität in einem nicht gerade bevölkerungsdichten Landstrich zusammenkomme und dass sie den staatlichen Hochschulen mindestens einen Schritt voraus sei, weil sie Studiengebühren erhebe: "Qualität hat einen Preis", sagte der Landtagsabgeordnete, und prognostizierte, die Finanzierung des staatlichen Hochschulwesend werde zu einem finanziellen Kollaps führen, wenn diesbezüglich nichts unternommen werde.
Die Segenswünsche der Leitung der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten in Deutschland überbrachte Pastor Wolfgang Dorn, Vorsteher der Freikirche in Bayern: "Glaube gelingt gemeinsam besser als allein", rief er den Graduierenden zu. Prof. Bernhard Oestreich betonte die Bedeutung der Dankbarkeit, da sie ein Fenster in eine Wirklichkeit öffne, in der man nicht quitt ist und niemals quitt sein wird. Auch er als Dozent empfinde Dankbarkeit für die Studierenden, denn "es gibt kein Lernen ohne die anderen Lernenden".

"Die Gemeinde erwartet Antworten"

Im Respons der Studierenden meldeten sich zwei Absolventen zu Wort: Bastian Bak für den Fachbereich Theologie und Kwaku Arhin-Sam aus dem Bereich Christliches Sozialwesen. Der aus Ghana stammende Kwaku schilderte den Kulturschock, den ausländische Studenten hier erleben, und verdeutlichte den Wert eines jeden Einzelnen mit dem Bild der unterschiedlichen Stiften, die dank ihrer Vielfalt (Farbe, Stärke) ihre bestimmte Aufgabe erfüllen.
Der angehende Theologe Bastian Bak bezeichnete Friedensau als einen Ort zum Wachsen sowie als ein Netz, dass die Studierenden auffängt. Dann wies er darauf hin, dass die Theologie von Fragestellungen lebe, während die Gemeinde nicht von Fragen lebe, sondern Antworten erwarte. Und dann rief er den neuen Studenten zu: "Sicherheit werdet ihr nicht in den Antworten auf theologische Fragen finden, die ihr hier bekommt. Die einzige Sicherheit, die ihr gewinnen könnt, liegt allein in Christus."

"Ihr geht, aber ihr verschwindet nicht"

Weil jeder Absolvent Spuren - auch des Segens und der Bereicherung - hinterlasse, beschloss Rektor Friedbert Ninow die fröhlich-tiefsinnige Feierstunde mit den Worten: "Ihr geht, aber ihr verschwindet nicht!"
Im Fachbereich Theologie wurden sechs Studierende mit einem Bachelor of Arts (B. A.) und einer mit einem Master of Arts (M. A.) graduiert, alle sieben aus Deutschland. Ein Student aus Nigeria graduierte mit einem M. A. in Theological Studies. Von den 18 Graduierenden im Fachbereich Christliches Sozialwesen kommen 12 aus Deutschland, die restlichen stammen aus Ghana, Liberia, Ruanda, Serbien, der Schweiz und der Ukraine.
Nan Cho Cho Thel aus Myanmar (Fachbereich Christliches Sozialwesen) erhielt den mit 1.000 Euro dotierten Preis des Deutschen Akademischen Austauschdienstes (DAAD) für hervorragende Leistungen ausländischer Studierender an deutschen Hochschulen. (edp)

 

Bildergalerie

(Fotos: edp)

 


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