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Israel startet Vorbereitungen für 2.000-Jahr-Feier der Taufe Jesu

Von: nicole Datum Beitrag: 24.07.2026 Kommentare: Keine Kommentare Tags: , , , ,

Israel hat mit den Vorbereitungen auf den 2.000. Jahrestag der Taufe Jesu im Jordan begonnen. An diese für die Christenheit einschneidende Ereignis wird im Jahr 2030 weltweit gedacht. Laut einer Pressemitteilung wurde auf Anweisung von Außenminister Gideon Sa‘ar eine Arbeitsgruppe gebildet, die den Empfang von Millionen christlichen Pilgern koordinieren soll. Leiter ist Israels erster Sondergesandte für die christliche Welt, George Deek. Der israelisch-arabische Christ wurde im April in diese neue Position berufen. Die Arbeitsgruppe soll den Dialog mit Kirchen und religiösen Führungspersönlichkeiten pflegen sowie einen ministerienübergreifenden Prozess mit den zuständigen Regierungsbehörden anstoßen. Sa‘ar erklärte dazu: „Das Jahr 2030 wird ein einzigartiger Meilenstein für die christliche Welt sein, und Israel beginnt bereits jetzt mit den Vorbereitungen.“ Die Stärkung der Beziehungen zur christlichen Welt und der Zugang zum Heiligen Land für die Gläubigen gehörten zu Israels höchsten Prioritäten. Religionsfreiheit und Zugang zu heiligen Stätten würden für Angehörige aller Glaubensrichtungen weiterhin gewährleistet. 2030 biete Christen die Gelegenheit, „sich mit den Wurzeln ihres Glaubens zu verbinden und den Ort zu erleben, an dem die Geschichte des Christentums begann“.

Auch Jordanien arbeitet auf das Jubiläum hin

Auch in Jordanien soll das 2.000-Jahr-Jubiläum der Taufe Jesu groß begangen werden. Israels Nachbar stellte dafür im Mai die „Initiative 2030“ vor. Wie damals Jordaniens König Abdullah II. erklärte, stünden im Zentrum der Jubiläumsaktion eine Verbesserung der Infrastruktur an der als Taufstelle Jesu verehrten Stätte al-Magthas am Ostufer des Jordans. Unter anderem soll dort ein biblisches Dorf und ein Museum entstehen. Ziel ist es, eine Million christliche Pilger anzuziehen. Bereits in den Jahren zuvor hatte das haschemitische Königreich unterschiedliche Maßnahmen ergriffen, um die Aufnahme von Pilgern an diesem Standort zu erleichtern. Gleiches gilt für Israel, das seinerseits hat die Zugänge und Einrichtungen von Kasr al-Jahud weiter verbessert. Die Stätte liegt am Westufer des Jordan und wird ebenfalls als einer der traditionellen Orte der Taufe Christi verehrt. Beide Orte blicken auf eine lange Tradition zurück: 2015 wurde al-Magthas in die UNESCO-Welterbeliste aufgenommen (https://www.idea.de/spektrum/streit-um-historische-taufstelle-am-jordan/) und wird archäologischen Funden zufolge bereits seit dem 4. Jahrhundert als Taufstätte Jesu verehrt. Auf der gegenüberliegenden Seite des Flusses, in Kasr al-Jahud, steht seit dem 6. Jahrhundert das Kloster Johannes des Täufers.

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