bestellen@advent-verlag.de
Kostenloser Versand innerhalb Deutschlands ab 50 € Jetzt Gutscheine entdecken ›
+49 4131 9835-02
Menü
Sie sind hier:

Hessen führt kooperativen „Reli“-Unterricht ein

Von: nicole Datum Beitrag: 03.07.2026 Kommentare: Keine Kommentare Tags: , ,

In Hessen wird ab dem kommenden Schuljahr ein konfessionell-kooperativer Religionsunterricht eingeführt. Darauf haben sich die evangelischen Landeskirchen, die katholischen Bistümer und das Land Hessen verständigt. Das Angebot soll bei Bedarf für die ersten bis zehnten Jahrgangsstufen umgesetzt werden können. Das teilte das hessische Kultusministerium in einer Presseerklärung mit. Im kooperativen Unterricht lernten Schüler verschiedener christlicher Konfessionen gemeinsam und könnten sich mit Gemeinsamkeiten und Unterschieden auseinandersetzen. Das Fach soll im Wechsel von evangelischen und katholischen Lehrkräften erteilt werden, die jeweils über eine kirchliche Bevollmächtigung verfügen müssen. Grundlage bleiben die bestehenden Kernlehrpläne für Evangelische und Katholische Religion, ergänzt durch einen gemeinsamen Kompetenzrahmen. Schulen, die den kooperativen Unterricht einführen wollen, müssen einen Antrag stellen.

Gegenseitige Wertschätzung einüben

Auch mit dem neuen Angebot nähmen die Kirchen ihre traditionelle Aufgabe wahr, Kinder und Jugendliche auf dem Fundament des christlichen Glaubens religiös zu bilden, erklärte der hessische Kultusminister Armin Schwarz (CDU). Im kooperativen Unterricht könnten Schüler beider Konfessionen eine gegenseitige Wertschätzung ihrer unterschiedlichen religiösen Traditionen und Glaubensüberzeugungen einüben, sagte der Leiter des Evangelischen Büros Hessen, Martin Mencke (Wiesbaden). Der Leiter des Kommissariats der katholischen Bischöfe im Lande Hessen, Tonke Dennebaum, bezeichnete das neue Angebot als zukunftsweisenden Weg, der auf die Lebenswirklichkeit junger Menschen reagiere, ohne das konfessionelle Profil aufzugeben. In Hessen besuchen nach Angaben des Kultusministeriums im aktuellen Schuljahr 640.200 Schüler eine öffentliche allgemeinbildende Schule. Davon nehmen 218.720 am evangelischen Religionsunterricht und 93.455 am katholischen Religionsunterricht teil. 287.280 Schüler werden im Ersatzfach Ethik unterrichtet. Rund 36.000 Schüler besuchen einen extern erteilten Religionsunterricht, etwa von Jüdischen Gemeinden, der Syrisch-Orthodoxen Kirche oder der Alevitischen Gemeinde. Am staatlichen Islamunterricht nehmen 2.920 Schüler teil, am islamischen Religionsunterricht des Islamverbandes DITIB 1.914 Schüler und am islamischen Religionsunterricht des Islamverbandes Ahmadiyya Muslim Jamaat 16 Schüler.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert